Mittwoch, 31. Januar 2018

Zweitälertal: Natur und Wandern im Schwarzwald

Wanderungen für den
aktiven Naturschutz 
Unterwegs mit dem
barfußlaufenden Hirtenbub



Jeder Schritt ein anderer Blick – das ZweiTälerLand im Herzen des Schwarzwaldes belohnt Wanderer mit immer wechselnden Aussichten auf beeindruckende Landschaften aus Wäldern, weiten Tälern und Streuobstwiesen. Neben dem Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland Zweitälersteig, den Herzenswegen oder den Schwarzwälder Hüttenwinkeltouren entdecken Outdoor-Fans die Besonderheiten der Region bei zahlreichen Themenwanderungen.

So lauschen Interessierte den Geschichten, Sagen und Erzählungen der Naturführer am Rohrhardsberg, die hier im Rahmen des LIFE Projektes zum Naturschutz ausgebildet wurden. Sigi Wernet ist seit seiner Kindheit auf den steilen Hängen rund um das Yachtal unterwegs und mit Leib und Seele Naturführer. „Anderen Menschen das Bewusstsein schärfen und den aktiven Naturschutz näher bringen, liegen mir ganz besonders am Herzen“, meint Wernet. Auf seinen Barfußwanderungen begeben sich die Gäste auf die Spuren der Hirtenkinder im Schwarzwald und erfahren Wissenswertes über die Natur- und Kulturlandschaft des ZweiTälerLands.

Barfußwanderungen auf den Spuren der Hirtenkinder
Von Mai bis Oktober ist Sigi Wernet barfuß unterwegs und führt Interessierte auf den Pfaden der Hirtenmaidli und Hirtenbuben durch die Landschaft des Yachtals. Vorbei an Streuobstwiesen, historischen Höfen und steilen Hängen erzählt der Hirtenbub an mehreren Stationen entlang des Yacher Brot-, Hirten- oder Höhenweges vom mühsamen Leben der Hirtenkinder. So weiß er etwa, wie die Jungen und Mädchen ihre kalten Füße wärmten oder warum sie barfuß unterwegs waren. Bei einer Steigung bis zu 45 Prozent und Höhenunterschieden von bis zu 800 Metern ist die Wanderung körperlich sehr anstrengend und lässt die Teilnehmer erahnen, welche Strapazen die Hirtenkinder auf sich nehmen mussten.

Doch die Wanderer werden mit verschiedenen Blickwinkeln auf das Yachtal und beeindruckenden Aussichten bis nach Straßburg, in das Rheintal und an besonders schönen Tagen sogar bis in die Alpen für ihre Mühen belohnt. Von selbstgemachtem Speck über frisches Holzofenbrot bis hin zum eigens gebrannten Schnaps – auch der Genuss und die Erholung kommen auf den Touren mit Sigi Wernet bei einer Einkehr in die zahlreichen Höfen und Hütten nicht zu kurz. Keine Wanderung ist wie die andere und der Naturführer geht ganz individuell auf die Wünsche und Interessen der Teilnehmer ein.

Zusammen mit dem barfußlaufenden Hirtenbub Sigi Wernet on Tour. Der Podcast ist zur freien Verfügung und steht hier oder im Media Center zum Download bereit:

Naturführer Rohrhardsberg – Aktiv für den Naturschutz
Der Rohrhardsberg ist eine der höchsten Erhebungen im Mittleren Schwarzwald und begeistert Naturliebhaber mit einer abwechslungsreichen Landschaft aus Wäldern, Weiden, Wiesen und Mooren. Mit den „Naturführern Rohrhardsberg – Nature Guides“ entdecken Interessierte das Naturschutzgebiet aus unterschiedlichen Perspektiven. Sei es nun auf dem Mountainbike oder zu Fuß – die Themenwanderungen führen die Gäste unter anderem zu seltsamen Gesteinsformationen, kleinen Vampiren oder auf literarischen Wegen durch die Natur. Im Rahmen des LIFE-Projekts der Europäischen Union und des europaweiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 setzen sich die Naturführer für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensraum ein. So erleben Besucher nicht nur die Schönheit der Natur, sondern erfahren dabei auch noch Wissenswertes zum aktiven Naturschutz der Region.

Info:
Weitere Informationen zu allen Unterkünften sowie einen kostenlosen Buchungsservice gibt es bei ZweiTälerLand Tourismus telefonisch unter +49 (0) 7685 19433 oder unter www.zweitaelerland.de. News, Bilder und Videos auf Facebook sowie auf Instagram

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Dienstag, 23. Januar 2018

Fasnetsbrauchtum und Kulinarik

Froschkutteln, Sauschwänzle
und Schmalzgebäck
Kulinarische Erlebnisse zur
närrischen Zeit im Süden
 

© TMBW/ Würtenberger

Deftig und handfest geht es seit jeher zu, wenn die traditionsreichen Figuren der schwäbisch-alemannischen Fasnacht in den närrischen Tagen das Regiment übernehmen. Die gesellschaftliche Ordnung steht Kopf und es wird ausgiebig den weltlichen Genüssen gefrönt.

Kein Wunder, schließlich steht das Fest in enger Verbindung zur unmittelbar anschließenden, entbehrungsreichen Fastenzeit. Wir haben die kulinarischen Highlights und Überraschungen der fünften Jahreszeit zusammengetragen.

Ohne Fleiß kein Preis – Narrenbrot und Brezel
Während das sogenannte Narrenbrot heute meist aus Süßigkeiten besteht, wurden früher häufig Backwaren verteilt. Der alte Brauch des Brotauswerfens lebt bis heute etwa in Endingen am Kaiserstuhl fort. In Schramberg spielt dagegen die Brezel eine besondere Rolle. Denn die Schwarzwaldgemeinde ist nicht nur für ihre spektakuläre „Da Bach Na-Fahrt“ bekannt, sondern auch für den alljährlich am Fasnachtssonntag stattfindenden Brezelsegen. Zu den Klängen der Stadtmusik werden an die Besucher des „Hanselsprungs“ innerhalb einer Stunde rund 25.000 Brezeln verschenkt, welche die Narren auf langen Brezelstangen und in Holzzubern transportieren. Umsonst gibt es die „Hanselbrezeln“ allerdings nicht, erst muss ordentlich gesungen und gesprungen werden.

Süß und fettig – Schmalzgebäck
Ob in Form von Fasnachtsküchle, Scherben, Nonnenfürzle oder Schenkele, Schmalzgebäck ist aus der närrischen Zeit kaum wegzudenken. Einst entstanden, um verderbliche Lebensmittel wie Eier und Milch vor der Fastenzeit aufzubrauchen, erfreut sich die süße Köstlichkeit noch immer größter Beliebtheit bei Groß und Klein. Beim „Heischen“ oder „Küchleinholen“ erbettelt man sich seit Generationen mit gereimten Versen bei Freunden, Familien- und Zunftmitgliedern das süße Gebäck. Dass der Donnerstag vor Aschermittwoch früher der letzte Schlacht- und Backtag vor Beginn der Fastenzeit war, an dem entsprechend viel Schmalz anfiel und verarbeitet wurde, brachte dem „Schmotzigen Donnerstag“ dann auch seinen Namen ein. Denn das alemannische Wort „schmotzig“ bedeutet nicht etwa „schmutzig“, sondern „schmalzig“.

Mit Stumpf und Stiel – Sauschwänzle
Nicht jedermanns Sache, aber besonders in Oberschwaben und auf der Schwäbischen Alb fest mit der fünften Jahreszeit verbunden, sind die klassisch mit Sauerkraut und einem Stück der Gesäßbacke servierten Sauschwänzle. Der Bad Saulgauer Figur des „Dorausschreiers“ hängt als Symbol des Sauschwänzleessens am „Gompigen“ Donnerstag daher häufig ein Ringelschwänzchen aus dem geschnitzten Mund. Und in Grosselfingen wird das Kesselgericht vor dem Verzehr unter verschiedenen Ritualen von den Narren durchs Dorf getragen. Das Schwein spielt im Fasnachtsbrauchtum traditionell eine wichtige Rolle: Ihm wird mit der Völlerei eines der Hauptattribute der Fasnacht zugeschrieben.  

Echte innere Werte – Kutteln
Saure Kutteln, Nierle und sonstige Innereien sind beliebte Gerichte, die im Süden nicht nur zur Fasnachtszeit auf den Tisch kommen, dann aber auf keinen Fall fehlen dürfen. Eine besondere Form der Kutteln gibt es im oberschwäbischen Riedlingen. Hier trifft man sich jeden Fasnachtsdienstag im Rathaussaal zum Froschkuttelschmaus, zu dem auch prominente Gäste aus der Politik geladen sind. Aufgetischt werden allerdings keine Frösche, sondern Innereien vom Rind, die mit Rotwein und Gewürzen verfeinert wurden. Der Name „Froschkutteln“ ist der Legende nach entstanden, da Riedlingen als Storchenstadt gilt und zu den Leibspeisen des Federviehs Frösche zählen. Dazu passend soll der Ursprung der althergebrachten Veranstaltung zudem im ehemaligen örtlichen Gasthaus Storchen liegen.

Vorboten der Fastenzeit – Schnecken
Schon in der Antike galten Schnecken als Delikatesse und gelangten mit der Ausweitung des Römischen Reiches bis auf die Schwäbische Alb und darüber hinaus. Seit dem Mittelalter steht das Kriechtier durch seine Gewohnheit des Winterschlafs im verdeckelten Gehäuse, aus dem es sich im Frühjahr befreit, als Symbol für die Auferstehung und ist somit auch mit dem Osterfest verbunden. Da die Schnecke außerdem weder Fisch noch Fleisch zugeordnet war, entwickelte sie sich schnell zu einer beliebten Fastenspeise. Bis heute lebt im Hegau, auf der Baar und in anderen Gegenden daher der Brauch, die Fastenzeit am Aschermittwoch mit einem geselligen Schneckenessen einzuläuten. 

Info:
Weitere Informationen sowie Rezepte gibt es unter: www.schmeck-den-sueden.de

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Freitag, 19. Januar 2018

Kultur in Baden-Württemberg

Von der Eiszeit in die Gegenwart
Baden-Württembergs kulturelle Höhepunkte 2018
 

Foto: www.christophduepper.com

Mit bewährten Klassikern, spektakulären Neueröffnungen und vielen Veranstaltungshighlights bietet Baden-Württemberg 2018 zahlreiche Anlässe für eine Kulturreise in Deutschlands Süden. Von den Anfängen der Kunst bis zu spektakulärer Architektur der Gegenwart ermöglichen die kulturellen Höhepunkte zwischen Kurpfalz und Bodensee eine spannende Reise durch die Zeiten.

Dass es nirgendwo ältere Kunstwerke als in Baden-Württemberg gibt, hat nun auch die UNESCO anerkannt: Im vergangenen Jahr wurden die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb zum Weltkulturerbe erklärt. In diesen Höhlen fanden Archäologen Skulpturen und Musikinstrumente, die Steinzeit-Menschen vor rund 40.000 Jahren geschaffen haben. Heute können nicht nur die Fundorte besichtigt werden. In den Museen der Region bringen die Kunstwerke aus der Eiszeit Besucher aus aller Welt zum Staunen.

Nahezu jugendlich erscheint dagegen das Alter der Barock-Stadt Ludwigsburg, die 2018 ihren 300. Geburtstag feiert. Unter dem württembergischen Herzog Eberhard Ludwig ab 1718 als Residenzstadt angelegt, konnte sie seither das besondere Flair dieser glanzvollen Epoche bewahren. Den runden Geburtstag in diesem Jahr feiert die Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen. Thematischer Schwerpunkt der Feierlichkeiten sind Aspekte der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung.

Ein städtebauliches Ausrufezeichen setzt auch der Neubau der Kunsthalle in Mannheim. Der Erweiterungsbau des Hamburger Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner besteht aus sieben Kuben, die um einen großen Lichthof gruppiert sind – eine Hommage an die Quadratestadt Mannheim. Mit der Eröffnung im Sommer 2018 dürften sich die Kunsthalle und ihre Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst zu einem neuen Publikumsmagneten in Baden-Württemberg entwickeln.

Info:
Informationen zu diesen und vielen weiteren aktuellen Kulturangeboten in Baden-Württemberg finden Interessierte in der neuen Broschüre „Kultursüden“. Sie ist kostenlos erhältlich unter Tel. 01805 / 55 66 90 oder per E-Mail unter prospektservice@tourismus-bw.de.

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Dienstag, 16. Januar 2018

Schwäbische Alb 2018



 Schwäbische Alb 2018:
Von Bachfest bis Bikefest

Am Nachmittag durch traumhafte Landschaften wandern, abends ein märchenhaftes Konzert genießen: Für Musik-Liebhaber und Outdoor-Freunde ist die Schwäbischen Alb ein Traumziel.

Seit 2017 sind sechs Höhlen der Schwäbischen Alb UNESCO-Welterbe. Ein Besuch in ihrem Inneren führt auch zum Ursprung der Musik: Namhafte Künstler haben ihre Klangqualitäten geprüft. Auch auf den neu zertifizierten Löwenpfaden begegnet man auf Schritt und Tritt der Geschichte. Einer von ihnen, die Felsenrunde, ist nominiert für die Wahl zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2018.

2017 -  erneutes Rekordjahr für die Schwäbische Alb

Immer mehr Übernachtungen, immer mehr Gäste aus dem In- und Ausland: Seit einigen Jahren entwickelt sich der Tourismus auf der Schwäbischen Alb äußerst positiv und die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr. Die aktuell vorliegenden Zahlen von Januar bis Oktober 2017 deuten an, dass auch 2017 die Ergebnisse des Vorjahres wieder übertroffen wurden. Mit rund 4,8 Millionen Übernachtungen konnte ein Plus von 2,8 % verzeichnet werden. Von Januar bis Oktober kamen 5,4 % mehr Gäste als noch 2016, darunter 7,1 % mehr Gäste aus dem Ausland. 

Alb on the rocks – inspirierende Höhlenklänge, bezaubernde Klassik und wilde Festivals

In den Höhlen der Schwäbischen Alb ist Musik drin. Das darf man getrost wörtlich nehmen, denn vor rund 40.000 Jahren bezirzten sich die Höhlenbewohner gegenseitig mit Flötentönen. Die sensationellen Funde der weltweit ältesten Musikinstrumente, urzeitliche Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein, gehören zu den vielen Gründen, warum sechs Eiszeithöhlen im Lone- und Achtal seit Juli 2017 den Titel UNESCO-Welterbe tragen.

Es sind frühe Orte der Kultur, viel älter als die Chinesische Mauer und sämtliche Pyramiden dieser Welt. Spannend die Frage, wie die Musik damals dort geklungen haben mag: Deshalb folgen seit 2017 bekannte Musiker verschiedener Genres der Einladung zu den UNESCO-Höhlen der Alb, um zu den Ursprüngen der Musik vorzudringen. Bands wie Culcha Candela waren dabei, Sascha Vollmer von der Countryrock-Band The BossHoss und die ukrainische Opernsängerin Oxana Arkaeva.  Alle gaben sie Kostproben ihres Könnens und – tief beeindruckt von der Location –anschließend kurze Interviews. Das Ergebnis ist ab sofort auf Youtube zu sehen.

Das Original der Gänsegeierflöte ist übrigens im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren zu bewundern, untermalt von Tönen, die auf Nachbauten der prähistorischen Instrumente eingespielt wurden. (www.weltkultursprung.de)

Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn eine ganze Höhle zum Konzertsaal wird. In manchen ist tatsächlich so viel Platz, dass selbst Chöre hineinpassen. In der Nebelhöhle bei Sonnenbühl etwa, wo 2018 gleich zwei bemerkenswerte Musik-Events stattfinden: Am 22. September kann man den Klängen des „Jungen Chors“ Stuttgart lauschen, am 26. Mai gastiert das Ensemble „Gregorianika“ in der Felsengrotte. Es ist fast mystisch, wenn die weiß gewandeten Sänger dort a capella ihre meditativen Mönchsgesänge vortragen. (www.hoehlen.sonnenbuehl.de)

Die musikalische Bandbreite, die man auf der Alb findet, ist enorm. Ein Potpourri an Stilrichtungen,  Event-Orten und künstlerischen Ausdrucksformen. So verwandelt sich vom 7. bis 17. Juni 2018 ganz Ulm in eine einzige Tanzbühne. Zum bereits dritten Mal heißt es „ULM MOVES!“, weil beim Tanzfestival an der Donau nämlich auch die Zuschauer in Bewegung gebracht werden. Es gibt einen Profi-Tanzworkshop, Tanzfilme und Ballettaufführungen, kunstvolle Choreographien und sogar ein Stück aus der griechischen Mythologie. (www.ulmmoves.de)

Im ganzen Land und darüber hinaus bekannt ist das Southside-Festival in Neuhausen ob Eck. Vom 22. bis 24. Juni 2018 herrscht Ausnahmezustand, wenn auf dem ehemaligen Militär- und Fluggelände die Basslautsprecher vibrieren. Rund 60.000 Musikfans werden 2018 erwartet, um Bands wie Arcade Fire, The Prodigy, The Offspring oder Billy Talent zu hören. (www.southside.de)

Nicht weniger musikalisch geht es auf dem Kapfenburg-Festival in Lauchheim zu. Vom 20. bis 29. Juli 2018 ist die ehemalige Deutschordensfeste bei Lauchheim Schauplatz besonderer Konzertabende. Zu den Highlights gehört unter anderem LaBrassBanda. Auch der bekannte deutsche Popmusiker Johannes Oerding ist mit von der Partie.
Ein drittes Highlight teilt sich das Kapfenburg-Festival mit dem Festival Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd: Die Carmina Burana (20. Juli), furios illuminiert von Feuerwerksweltmeister Joachim Berner, ist eine Kooperation beider Musikgroßereignisse. (www.schloss-kapfenburg.de)

Bereits seit 1989 steht das Festival Europäische Kirchenmusik für geistliche Klangkunst auf höchstem Niveau. Sämtliche Epochen und Weltreligionen werden einbezogen, wenn vom 13. Juli bis 5. August 2018 Kirchenräume zu Klangkörpern werden. (www.kirchenmusik-festival.de)

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt findet vom 28. September bis 7. Oktober 2018 in Tübingen statt. Das 93. Festival Europäische Kirchenmusik kommt diesmal in die alte Universitätsstadt am Neckar. 60 Veranstaltungen sind geplant, vom Klassik-Freund bis zum Hip-Hopper werden dort alle ihren Bach präsentieren. Getagt und musiziert wird in vielen historischen Räumen der Tübinger Altstadt, ein wahrhaft malerisches Ambiente und eine Hommage an einen der größten Komponisten der deutschen Musikgeschichte. (www.bachfest-2018.de)

Und Action! - Outdoor-Urlaub auf der Schwäbischen Alb

Der Stauferkreis Göppingen ist ein geschichtsträchtiges Gelände, welches nun von 15 neuen Rundwanderwegen erschlossen wird. Sie tragen den Namen Löwenpfade: Eine Erinnerung daran, dass der Löwe das Wappentier der Staufer ist und die Schwäbische Alb das „Land des Löwenmenschen“, seit dort in einer der Eiszeithöhlen jene 40.000 Jahre alte Figur aus Mammutelfenbein gefunden wurde.

Neun der 15 Löwenpfade sind bereits vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg zertifiziert worden, die restlichen Zertifizierungen folgen. Das Besondere an diesen Wegen ist ihre Vielfalt: So wird es zwei barrierefreie „Komfortwanderwege“ für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geben, Pfade von 3,5 Kilometern, die auch für Rollstühle und kinderwagengeeignet sind. Einer der Löwenpfade, die „Felsenrunde“, wurde jetzt vom Wandermagazin für den Wettbewerb „Deutschlands schönster Wanderweg 2018“ nominiert. Bis 30. Juni läuft die Abstimmung.

Passend zu den Löwenpfaden gibt es auch neue barrierefreie Radrouten. In Kooperation mit der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf werden im Filstal und Voralbgebiet sogar Touren mit Spezialrädern für Demenzkranke und Menschen mit Gleichgewichtsproblemen möglich sein.

Aber auch sportlich Ambitionierte kommen nicht zu kurz: Sieben neue Löwentrails, Mountainbikestrecken von insgesamt 300 Kilometer Länge, runden im Laufe des Jahres  das Angebot ab. (www.löwenpfade.de)

Ein weiterer Leckerbissen für Mountainbiker ist das Festival „BiketheRock“ in Heubach. Seinen Namen hat es vom  Rosenstein-Felsen („The Rock“) bekommen, der mit seiner Burgruine die Stadt überragt. Am 28. und 29. April 2018 lockt die Mischung aus internationalem Top-Sport, Breitensport und faszinierenden Showelementen wieder tausende Bike-Enthusiasten nach Heubach. (www.biketherock.de)

Ein Highlight für Sportbegeisterte ist auch das Blautal Outdoor Festival. Vom 8. bis 10. Juni 2018 wird auf dem Gelände des Freizeitbades Bad Blau in Blaustein gebiked, geklettert und gewalked. Dazu gibt es inspirierende Vorträge wie „Von Olympia zum Abenteuer“ von Peter Schlickenrieder, einer der erfolgreichsten Skilangläufer Deutschlands. (www.blautal-outdoor-festival.de)

Immer wieder macht die Alb Appetit auf mehr. Das mag auch an den süßen Früchten liegen, denen man unterwegs begegnet. Besonders viele sind es am „Früchtetrauf“, der Region um Mössingen, Tübingen und dem Ammertal. Eine Streuobstwiese blüht hier neben der anderen. Gleich vier neue Genusswege erwarten die Gäste, zertifiziert vom Deutschen Wanderinstitut in der neuen Kategorie Premium-Spazierwanderwege, damit auch die auf ihre Kosten kommen, die sich nur mal etwas ausführlicher die Beine vertreten wollen. (www.fruechtetrauf.de)

Zu den Premium-Spazierwanderwegen zählt auch der jüngste Spross der Albstädter „Traufgänge“. Das so genannte „Traufgängerle“ ist gerade vier Kilometer lang und richtet sich speziell an Kinder, Jugendliche und junggebliebene Eltern und Großeltern, die gerne Naturerlebnis mit Spaß und Action verbinden. Seinen Namen „Hexenküche“ verdankt er den Höhlen und Abenteuerstationen, die auf seinem Weg liegen. (www.traufgaenge.de)

Die Neuzertifizierung von Wanderwegen ist das eine, die Qualitätssicherung jedoch mindestens genauso wichtig. Besonders gut gelingt das auf dem Donau-Zollernalb-Weg, der auf der CMT nun schon zum vierten Mal mit dem Gütesiegel Qualitätswanderweg ausgezeichnet wird. 165 Kilometer ist er lang und führt zu den malerischen Landschaften rund um die Obere Donau, welche vom Schwäbischen Heimatbund als „Kulturlandschaft des Jahres 2018" ausgezeichnet wurde, sowie über die Höhen der Zollernalb. (www.zollernalb.com)

Wer aktiv ist, möchte meist auch einkehren und genießen. Deshalb haben 16 Gastronomen von Pro Münsingen eine Genusstour für E-Biker zusammengestellt, auf der man Köstlichkeiten sammeln kann. Wer von den 18 Genuss-Stationen 15 erreicht hat, bekommt beim nächsten Ausleihen im Mobilitätszentrum am Münsinger Bahnhof ein E-Bike der Premiumklasse deutlich günstiger. (www.muensingen.com/e-Bike)

Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb entstehen unter dem Motto „hoch gehen, um runter zu kommen“ 21 neue Prädikatswanderwege mit einer Gesamtlänge von 170 Kilometern. Am 9. September 2018 sollen die ersten Touren der „hochgehberge" offiziell eröffnet werden.
(www.hochgehberge.de)

Dass genussvolles Wandern auch in Städten möglich ist, zeigt der Bierwanderweg in Ehingen, der im Rahmen der CMT 2018 vom Deutschen Wanderverband als erste Stadtwanderung in Baden-Württemberg mit dem Gütesiegel "Qualitätsweg" ausgezeichnet wird. Der 14 Kilometer lange multimediale Rundgang durch die Bierkulturstadt an der Donau führt die Wanderer zu vier verschiedenen Brauereien. (www.bierkulturstadt.info)

Info:
Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
Bismarckstr. 21
D - 72574 Bad Urach
www.schwaebischealb.de
info@schwaebischealb.de
 
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