Donnerstag, 27. Juli 2017

LVR-LandesMuseum Bonn (Hrsg.): Die Zisterzienser

LVR-LandesMuseum Bonn (Hrsg.):
Die Zisterzienser
Das Europa der Klöster



Ein Prachtband ist es, den ich da in den Händen halte. Passend zu den Klöstern des hier besprochenen und mittlerweile fast tausend Jahre alten Zisterzienserordens, die zwar der Einfachheit und Armut verpflichtet waren, aber trotzdem in diesem Kontext prachtvolle Bauten schufen.

Sehenswert ist die Ausstellung, von der dieser Katalog stammt. Sie findet zwar weit weg von Baden-Württemberg statt, aber trotzdem nennen wir hier im Land zwei große Zisterzienserschätze zu eigen, eines davon Weltkulturerbe. Man kennt es, das Kloster Maulbronn. Dazu kommt das nicht minder sehenswerte Kloster Bebenhausen im Schönbuch. Wer sie noch nicht kennt hat was versäumt.

Die Zisterzienser und ihre Kunst
Als Macht und Reichtum der Benediktiner die monastischen Ideale immer mehr untergruben, zogen 1098 drei Mönche aus und gründeten das Kloster Cîteaux. Sie wollten zurückkehren zur Ordensregel des heiligen Benedikt und leben von der eigenen Hände Arbeit. Die Zisterzienser sollten zu einem der mächtigsten Verbände des Mittelalters werden. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden fast 650 Klöster – ein dichtes Netz, das sich über ganz Europa erstreckte. Die ›weißen Mönche‹ schufen die vielleicht eindrucksvollsten Sakralbauten ihrer Zeit. Handschriften aus ihren Skriptorien zählen zu den Höhepunkten mittelalterlicher Buchkunst.

Der reich bebilderte - und unwahrscheinlich preisgünstige - Katalog zur Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn widmet sich dem Orden und seiner Kunst, die europaweite Vorbildfunktion hatte und bis heute fasziniert. Prachtvolle Gemälde, Skulpturen und Manuskripte aus ganz Europa sowie Architekturmodelle und Rekonstruktionen erlauben außergewöhnliche Einblicke in die mittelalterliche Klosterwelt.

Dass die Zisterzienser nicht nur bauen sondern auch malen (lassen) konnten sieht man bereits am Coverbild. Im Innenteil folgen weitere Beispiele, darunter auch Glasfenster und Buchmalerei, dazu Werke der Bildhauerei. Die feine Kunst setzt sich bis in die Siegel durch. Der Katalog beginnt gleich mit dem Grundriss eines typischen Zisterzienserklosters - wer schon mal in einem war, dem kommt manches bekannt vor. Das Kapitel „Einheit und Einfachheit“ geht dann darauf näher ein. Es folgen Beschreibungen des Lebens der Mönche - zum Beispiel lernen wir, dass innerhalb der Klöster der Genuss von Fett und Fleisch untersagt war. Ein weiteres Kapitel berichtet über die mittelalterlichen Handschriften nebst Notenblätter des Ordens. Besprochen werden die Wirtschaftsweise der Mönche, die ja recht erfolgreich waren. Bebenhausen war ja bei seiner Auflösung das reichste Kloster im Land.

Im letzten, umfangreichen Teil des Buches werden die Ausstellungsobjekte in Wort und Bild vorgestellt.

Umfängliche Quellenverzeichnisse unterstreichen den wissenschaftlichen Anspruch der Publikation, dazu gehören ein Glossar und ein weiteres, ausführliches Quellenverzeichnis am Schluss des Buches.

Ausstellung in Bonn bis Januar 2018
Vom 29. Juni 2017 bis zum 28. Januar 2018 zeigt die Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn die mittelalterliche Blütezeit des Zisterzienser-Ordens. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Mehr Informationen zur Ausstellung unter: http://www.landesmuseum-bonn.lvr.de/de/ausstellungen/die_zisterzienser/die_zisterzienser.html

LVR-LandesMuseum Bonn (Hrsg.): Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster. 368 Seiten mit 380 farbigen Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag. Theiss Verlag – WBG, 2017. ISBN: 978-3-8062-3492-3. 29,95 €.
Sie erhalten das Buch im Museum, im Buchhandel oder hier.

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Mittwoch, 12. Juli 2017

Urlaub mit Kindern in Baden-Württemberg: Erlebnisse mit Tieren

Tierische Ferienerlebnisse 
Urlaubsideen für Familien in Deutschlands wildem Süden



Kinder lieben Tiere. Das wissen auch die Urlaubsorte, Bauernhöfe und Ausflugsziele der „familien-ferien in Baden-Württemberg“ und sorgen für spannende Ferientage mit Vierbeinern & Co. Im Schmetterlingshaus, im Falkner-Schnupperkurs oder beim Spaziergang mit Lamas und Ziegen finden Familien während ihres Urlaubs in Baden-Württemberg vielfältige Gelegenheiten, ihren tierischen Freunden näher zu kommen.

Schon ein Spaziergang mit Hund kann für Kinder, die zuhause kein Tier haben, ein Erlebnis sein. In Begleitung von Lamas, Eseln und Ziegen wird der Ausflug zum Abenteuer. Möglich ist das in verschiedenen Ferienorten und -regionen Baden-Württembergs, die sich besonders auf die Wünsche von Eltern und Kindern eingestellt haben. Beispielsweise im Hochschwarzwald bei der geführten Tierwanderung des Eselhofs in Lenzkirch-Kappel: Die Teilnehmer lernen unterwegs, dass Lamas zu den Kamelen gehören, nur selten spucken und jedes seinen eigenen Charakter hat (www.hochschwarzwald.de). Auch in Loßburg bei Freudenstadt können Familien mit den zotteligen Vierbeinern, die in den Anden als Haustiere gehalten werden, zur Wanderung aufbrechen. Sie müssen nur festes Schuhwerk und etwas Geduld mitbringen (www.viehmann-lamas.de).

Dass Ziegen nicht nur meckern, sondern höchst aufgeweckt und neugierig sind, erleben Eltern und Kinder, die mit ihnen zu einer Tour aufbrechen. Dabei führen sie die Vierbeiner nicht an der Leine, sondern die Spaziergänger werden in die Herde integriert. Solche Wanderungen gehören zum Ferienprogramm für Urlauber in Überlingen am Bodensee und in Unterkirnach im Schwarzwald. In beiden Orten gibt es noch mehr Gelegenheit, Tieren zu begegnen. Im Haustierhof Reutemühle bei Überlingen dürfen Kinder Quessantschafe streicheln, die kleinste Schafrasse der Welt, und zahme Hörnchen füttern (www.haustierhof-reutemuehle.de). Unter den 200 verschiedenen Arten, die auf dem Hof leben, finden sich auch Exoten, wie Erdmännchen, Nasenbären, Präriehunde und Kängurus. In Unterkirnach sind sowohl die große Spielscheune als auch die Tierscheune beliebte Ziele bei jungen Gästen: Hier dürfen sie beim Füttern von Kühen, Ziegen, Kaninchen und anderen Tieren helfen – für Kinder oft die liebste Urlaubsbeschäftigung (www.ueberlingen-bodensee.de; www.unterkirnach.de).

Möglich ist dies auf vielen Bauernhöfen, die als Gastgeber zu den Preisträgern der „familien-ferien in Baden-Württemberg“ gehören. Darüber hinaus gibt es Landwirte, die auch Besucher ausdrücklich willkommen heißen, die nicht über Nacht bleiben. Dazu zählt der Schwarzwälder Schul- und Erlebnisbauernhof in Schramberg-Waldmössingen: Ihn bevölkern unter anderem Hängebauchschweine, Lamas, Gänse, Katzen, Pferde und Esel. In dem Bioland-Betrieb kommen Gäste den Tieren nah und erfahren nebenbei vieles über regionale Lebensmittel (www.erlebnis-bauernhof.de).

Sogar auf der Insel Mainau im Bodensee, die vor allem für ihre üppige Pflanzenpracht bekannt ist, gibt es einen Bauernhof. Dort leben einige Vierbeiner im Kleinformat, nämlich Zwergponys, -esel und -rinder. Der tierische Höhepunkt liegt für viele aber im Schmetterlingshaus, das eines der größten in ganz Deutschland ist: Über 120 Arten flattern dort umher, mit bis zu 30 Zentimetern Spannweite (www.mainau.de). 

Auf etwas mehr Spannweite kommen die Greifvögel, die Familien beim Schnuppertag mit dem Falkner in Löffingen im Hochschwarzwald kennenlernen können. Wenn Uhus, Steppenadler und Falken auf ihren Handschuhen landen und man sie füttern darf, ist das ein Erlebnis, von dem die Teilnehmer noch lange nach ihrem Urlaub erzählen. Der Falkner zeigt außerdem im Schwarzwaldpark Löffingen, auf dem Feldberg, am Titisee und in Hornberg regelmäßig spektakuläre Flugshows mit seinen Tieren (www.falknerei-ruchlak.de).

Einen tiefen Eindruck bei Groß und Klein hinterlässt es auch, wenn Wölfe laut durch den Wald heulen. Sie sind bei der der Fütterung der Vierbeiner im Wildparadies Tripsdrill zu hören. Allerdings sind dort nicht alle Tiere so wild: Zu den Damhirschen darf man sogar ins Gehege und sie füttern (www.tripsdrill.de). 

INFO:
Mehr über die Orte, Regionen, Gastgeber und Ausflugsziele, die das Gütesiegel „familien-ferien in Baden-Württemberg“ tragen, finden Interessierte auf der Internetseite www.familien-ferien.de. Außerdem erfahren sie dort mehr über die Kriterien, die alle Preisträger erfüllen müssen, und die von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg TMBW gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Baden-Württemberg geprüft werden.
 
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Foto: Erlebnisbauernhof Waldmössingen - © Stadt Schramberg

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Montag, 10. Juli 2017

Steile Weinlagen in Baden und Württemberg

Deutschlands steilste Weinlagen 
In Baden und Württemberg geht es beim Weinbau hoch hinaus
Verleihung der Weintourismus-Preise
Baden-Württemberg 2017



In den Weinbauregionen Badens und Württembergs liegen einige der steilsten Weinberge Deutschlands. Bei  Neigungen von bis zu 75 Grad bieten sie spektakuläre Ausblicke und prägen mit ihren Terrassen und Trockenmauern den Weinsüden. Auch für weininteressierte Reisende entstehen immer mehr Angebote, die den Steillagenweinbau mit seinen landschaftlichen und weinbaulichen Besonderheiten erlebbar machen.

Aus diesem Grund stand an diesem Montag bei der Verleihung der Weintourismus-Preise Baden-Württemberg in der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg das Thema Steillagen im Mittelpunkt. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen, die von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband und dem Weinbauverband Württemberg vergeben werden, an ausgewählte Projekte, die sich für den Erhalt und die Vermittlung des Steillagenweinbaus einsetzen.

„Ohne unsere Weinberge lassen sich viele Landschaften zwischen Taubertal und Kaiserstuhl heute nicht mehr vorstellen. Seit Jahrhunderten prägt der Weinbau Landschaftsbild und Lebensgefühl. Das gilt ganz besonders dort, wo Winzer und Weingärtner ihre Reben in Steillagen bewirtschaften und mit viel Einsatz und Handarbeit diese Kulturlandschaften pflegen und erhalten“, sagte in Heilbronn der auch für den Tourismus zuständige Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf. Den topographischen Besonderheiten im Süden sei es zu verdanken, dass schon im Mittelalter die Steilhänge für den Weinbau genutzt wurden. Diese alte Tradition werde bis heute fortgeführt. „Darüber hinaus engagieren sich viele Akteure im Weinbau inzwischen auch in der Vermittlung und entwickeln eigene touristische Angebote in ihren Steillagen. Diesen Projekten gelingt es, besondere Weinerlebnisse zu schaffen und gleichzeitig Urlauber und Einheimische für das Thema zu sensibilisieren. Mit den Weintourismus-Preisen Baden-Württemberg möchten wir dieses Engagement würdigen“, so Wolf weiter.

Wie steil es im Weinbau zugehen kann, verdeutlichte Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, am Beispiel des Engelsfelsens in Bühlertal: „An den Hängen des Nordschwarzwaldes wachsen hier Reben in extremer Steillage. Mit einer Neigung von 75 Grad gilt der Engelsfelsen sogar als steilste Weinlage in Europa. Bei einer Wanderung über den Rebhang lässt sich gut nachvollziehen, welche Herausforderungen die Lage mit sich bringt.“

Auch in Württemberg streben viele Weinberge steil nach oben: „Ob im Remstal, am Neckar oder an der Enz – vor allem in unseren Flusstälern reiht sich eine bekannte Steillage an die andere. Wer zum Beispiel mit dem Fahrrad am Neckar entlang fährt, kann sich dieser ganz besonderen Weinlandschaft kaum entziehen. Vom Cannstatter ‚Zuckerle‘ bis zu den Hessigheimer Felsengärten gibt es hier auf engstem Raum eine Vielzahl an Weinbergterrassen mit Millionen von verbauten Sandsteinen. Eine unvergleichliche Kulturlandschaft – quasi die Württemberger Variante der Chinesischen Mauer“, schwärmt Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbands Württemberg.

Dass Steillagen nicht nur landschaftsprägend sind, sondern auch besonders qualitätvolle Weine hervorbringen, stellten die beiden Weinköniginnen aus Baden und Württemberg unter Beweis. Franziska Aatz (Baden) und Andrea Ritz (Württemberg) verkosteten Steillagenweine aus dem jeweils anderen Weinbaugebiet und vermittelten dabei einen Eindruck von der Vielfalt der Steillagen im Weinsüden.

Gewinner des Weintourismus-Preises Baden-Württemberg 2017
Auf die ständig wachsende Bedeutung des Weinbaus für das Urlaubsland Baden-Württemberg verwies im Anschluss auch TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun: „Gemeinsam mit den Verantwortlichen in Baden und Württemberg haben wir in den letzten Jahren viele Ideen und Konzepte auf den Weg gebracht, um den Weintourismus im Land zu fördern und weiterzuentwickeln. Eines davon ist der Weintourismus-Preis, der bereits seit 2012 jedes Jahr vergeben wird und in diesem Jahr besondere Steillagenprojekte würdigt.“ Braun lobte die Preisträger in seiner Laudatio als nachahmenswerte Beispiele, die das Thema Steillagenweinbau auf vorbildhafte Weise für den Tourismus aufarbeiten und damit das touristische Angebot im Land insgesamt bereichern.

Mit einem der Preise wurden der „Esslinger Weinerlebnisweg“ und der „Esslinger Weinwandertag“ ausgezeichnet, die auf Initiativen der Weingärtner Esslingen und des Staffelsteiger-Vereins zurückgehen. Der Weinerlebnisweg führt seine Besucher seit 2016 durch die einmalige Kulturlandschaft und die ortsbildprägenden Steillagen der Stadt. Er bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke auf die mittelalterliche Altstadt, sondern informiert an 20 Stationen über die Geschichte der Terrassenweinberge und über die Arbeit im Weinberg. Ein jährlicher Höhepunkt ist der Esslinger Weinwandertag, der sich in mehr als drei Jahrzehnten zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat und das Thema Steillagen einer breiten Öffentlichkeit bekannt macht. Besonders begeistert war die Jury außerdem von speziellen Angeboten für Familien, die ganzjährig genutzt werden können. www.weingaertner-esslingen.de; http://staffelsteiger-verein.de

Ein weiterer Preis ging an den kulinarischen Spaziergang „Biodiversität im Satzenberg“, den das Weingut Alte Grafschaft in Kreuzwertheim eigens für Gruppen entwickelt hat. Unter fachkundiger Anleitung wandern die Teilnehmer der Tour über die steilen Treppen und Terrassen des Satzenbergs im badischen Taubertal. An verschiedenen Stationen erfahren sie dort mehr über die Arbeitsschritte im von Hand bewirtschafteten Weinberg sowie über Aspekte der Nachhaltigkeit und Biodiversität. Mitten im Weinberg können alle dort angebauten Sekte und Weine verkostet werden; und am Ende der Tour warten im Weinberghäuschen ausgewählte Grillspezialitäten. Die Jury war von der Verbindung aus Weingenuss und anspruchsvollen Hintergrundinformationen überzeugt und lobte das persönliche Engagement des Weinguts für Erhaltung und Förderung der Steillagen.

Neben den beiden Preisen wurde in Heilbronn auch ein Anerkennungspreis an die Umweltakademie Baden-Württemberg für ihr Projekt „Lebendiger Weinberg“ verliehen. Seit mehr als 20 Jahren setzt sich die Umweltakademie dafür ein, den Weinbau umweltverträglich zu gestalten. Zu den vielerlei Aktivitäten des Projekts gehören etwa die Pflanzung verschiedener vom Aussterben bedrohter Arten in privaten und öffentlichen Weinbergen, außerdem Seminare und Kurse sowie eine umfangreiche Informationsarbeit. Mit ihren vielfältigen Initiativen leiste die Umweltakademie einen unschätzbaren Beitrag zum Erhalt der touristisch attraktiven und landschaftsprägenden Steillagen in Baden-Württemberg, so Braun abschließend.

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Foto: © Weingärtner Esslingen_Margit Rapp

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Schwarzwald: Viel los im Sommer

Sommer-Tipps für
Schwarzwald-Urlauber

Sommer, Sonne, Ferienzeit – die besten Voraussetzungen für erlebnisreiche Urlaubstage. Gleich ob Wochenendausflug oder Aktivurlaub, mit Familie, allein oder mit Freunden: Im Schwarzwald sind die Möglichkeiten vielfältig wie die Landschaft in „Deutschlands schönster Genießerecke“.

Auf 84 Seiten nennt das aktuelle „Gäste-Journal“ der Schwarzwald Tourismus GmbH eine Fülle von möglichen Entdeckungen und Abenteuern und listet schwarzwaldweit mehr als 300 Veranstaltungen für Sommer und Herbst auf. Es ist kostenlos in Tourist-Informationen, bei Gastgebern und in Sehenswürdigkeiten zu bekommen oder kann angefordert werden unter Tel. 0761.8964693, www.schwarzwald-tourismus.info

Erfrischendes Nass
An heißen Sommertagen gibt es für Naturliebhaber eigentlich nur eine sinnvolle Beschäftigung: Abkühlen im Wasser! In der Ferienregion Schwarzwald hat man dabei die Qual der Wahl: Eines der mehr als 100 Freibäder besuchen? Oder doch lieber an einem der Bagger- und Badeseen in der Rheinebene entspannen? Schwimmen oder surfen, Tret- oder Ruderboot fahren, paddeln oder tauchen ist auch im Titisee oder Schluchsee, am Mummelsee, in der Schwarzenbach-Talsperre oder in einem anderen der kühlen Bergseen möglich. Eine Übersicht und die Adressen der Abkühlungsmöglichkeiten gibt es unter Tel. 0761.8964693, www.familie-schwarzwald.info

Auf Entdeckertour mit der ganzen Familie
Wandern kann zu einer der spannendsten Aktivitäten im Familienurlaub werden – zumindest auf den Themenwanderwegen im Schwarzwald: Sie versprechen aktives Naturerleben auch für kleine Wanderer. Kindgerechte Touren führen durch Hochmoorlandschaften, über Stock und Stein durch den Wald oder folgen den Spuren von Wildkatzen und Fledermäusen. Einem noch wilderen Tier gilt der neue „Wolfspfad“ bei Höchenschwand im südlichen Schwarzwald: Unterwegs können kleine und große Abenteurer spielerisch viel Wissenswertes über den Wolf erfahren: Wie gut er hört, wie er sich anschleicht und wie weit er seine Beute riechen kann. Der vier Kilometer lange Rundweg bietet genügend Spiel- und Rastmöglichkeiten für erholsame Pausen. Mehr Infos zu allen Wanderangeboten im Schwarzwald unter Tel. 0761.8964693, www.wandern-schwarzwald.info

Fahrradtouren für jeden Geschmack
Wer als Radfahrer an den Schwarzwald denkt, sieht wohl gleich die Berge vor dem inneren Auge aufragen. Mit mehr als 70 Gipfeln über 1000 Meter bieten sich auch kilometerweise anstrengende Anstiege für sportlich ambitionierte Pedal-Cracks. Doch im Schwarzwald lässt es sich auch ganz gemütlich radeln: In den Flusstälern kann man kilometerweit ohne nennenswerte Anstiege fahren, in den Höhenlagen laden Panoramarouten zu genüsslichen Ausflügen ein. Viele hochgelegene Startpunkte sind ohnehin gut mit Radbussen oder Bahnen zu erreichen – und dann rollt das Rad fast von alleine wieder stundenlang bergab. Tourentipps und Infos für die unterschiedlichsten Ansprüche gibt es unter Tel. 0761.8964693, www.rad-schwarzwald.info

Ein Traum vom Fliegen
Besonders intensiven Nervenkitzel verspricht die neue Attraktion im Europa-Park in Rust – der Flugsimulator „Voletarium“: In einer Art Flugzeugsitz gleiten die Passagiere im größten „Flying Theater“ Europas durch die Lüfte, über die großen Metropolen Europas und über die faszinierendsten Landschaften des Kontinents. Effekte wie Wind, Wasser und Gerüche, die Neigung und Bewegung der Sitze machen aus dem virtuellen Flug ein „echtes“ Erlebnis. Infos unter Tel. 07822.776688, www.europapark.de

Schwarzwälder Tapas-Wanderung
Die Vielfalt der Schwarzwälder Küche speist sich aus badischen, schwäbischen, elsässischen und schweizerischen Einflüssen. Oder wie der Schwarzwälder auch sagt: „Vo allem weng ebbis.“ Wer das alles ausprobieren will, sammelt ganz schön viele Kalorien. Oder er testet Schwarzwald-Tapas, am besten auf einer Wanderung. Zu vier Genuss-Stationen auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland führt die 13 Kilometer lange „Schwarzwälder Tapas-Wanderung“ von Appetithäppchen zu Appetithäppchen. Nach einem kleinen Frühstück in der Bergstation der Schauinslandbahn wandern Genießer zur Vorspeise ins Hotel „Die Halde“. Der Hauptgang mit regionalen Spezialitäten wie selbstgemachter Kalbsbratwurst oder Käsespätzle wird im „Zähringer Hof“ eingenommen, ehe in der Bergstation eine Schwarzwälder Dessert-Spezialität den Abschluss bildet. Buchbar bis Oktober; pro Person kostet das Erlebnis 59 Euro. Anmeldung und mehr Infos unter Tel. 0761.8964695, www.original-schwarzwald.de   

Auf dem „Albsteig“ durch den Schwarzwald
Tagelang lässt sich der südliche Schwarzwald auf einem neuen Qualitätswanderweg erkunden: Der „Albsteig“ führt 83 Kilometer weit von Albbruck an der Schweizer Grenze hinauf zum Feldbergpass unter dem höchsten Schwarzwaldgipfel. Er folgt dem Lauf der Alb, passiert wildromantische Landschaften, gurgelnde Bergbäche, Wasserfälle und mystische Felsen. Dazu gibt es immer wieder Panorama-Ausblicke auf die Gipfel der Schweizer Alpen. Insgesamt sind knapp 3000 Höhenmeter zu überwinden. Für sportlich ambitionierte Wanderer gibt es einen Tourenvorschlag mit drei Etappen; genüsslicher lässt sich der „Albsteig“ in fünf Etappen erwandern. Wer will, kann den Schildern auch flussabwärts folgen. Infos unter Tel. 07751.862605, www.albsteig.de

Schwarzwald-Familientag am Schwarzwald-Stadion
Der SC Freiburg gehört zu den beliebtesten Bundesliga-Vereinen und ist ein Botschafter Schwarzwälder Lebenskultur: sympathisch, authentisch, erfolgreich. Am 6. August 2017 startet der SC Freiburg mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Turin in die neue Bundesliga-Saison; Anpfiff ist um 17 Uhr. Das Spiel ist zugleich Anlass für den 3. Schwarzwald-Familientag rund um das Schwarzwald-Stadion in Freiburg. Gut 50 Partner von Schwarzwald Tourismus und SC Freiburg präsentieren sich und ihre Angebote ab 12 Uhr auf dem Parkplatz an der Schwarzwaldstraße 193 und in anderen Bereichen am Stadion. Besucher erwartet ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Torwandschießen, Stationstraining für Nachwuchskicker, Strom strampeln, Hüpfburg und Segway-Parcours. Dazu gibt es Mineralwasser, Wein und Bier aus dem Schwarzwald. Mehr Infos unter Tel. 0761.8964693, www.schwarzwald-stadion.info

Kreativ werden im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Steckenpferde bauen, Kräuterbüschel binden oder Seile drehen: In den Sommerferien dürfen sich Kinder im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach wieder auf ein abwechslungsreiches Programm freuen: Vom 30. Juli bis 10. September 2017 können sie täglich von 11 bis 16 Uhr unter Anleitung werkeln, spielen oder sich in einem alten Handwerk üben. Mehr Infos unter Tel. 07831.93560, www.vogtsbauernhof.de

Wildnis, Natur und Schauspiel im Nationalpark Schwarzwald
Wo früher Köhler und Flößer lebten, entsteht heute im Nationalpark Schwarzwald die Wildnis von morgen. Die spezielle Führung „Nationalpark in vier Akten“ am 21. Juli 2017 nimmt Teilnehmer mit auf eine schauspielerische Reise durch den Nationalpark im nördlichen Schwarzwald. Mindestalter für die Führung ist 7 Jahre, Treffpunkt ist um 18 Uhr beim Nationalparkzentrum Ruhestein. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung unter Tel. 07449.92998444, www.schwarzwald-nationalpark.de

Schwarzwälder Weinfeste
In der Abendsonne sitzen, Flammkuchen oder Schwarzwälder Tapas genießen und mit einem Glas Wein entspannen: So lässt sich leicht ahnen, warum der Schwarzwald als „Deutschlands schönste Genießerecke“ gilt. Am Westrand der Ferienregion liegen die Weinbauregionen Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg und Markgräflerland des „Weinlandes Baden“ – mit 15.400 Hektar Rebfläche das drittgrößte Weinbaugebiet Deutschlands. Die besten Tropfen der jeweiligen Anbauregion können Genießer auf zahlreichen Hocks und bei den Bereichsweinfesten verkosten. Infos zu Wein-Erlebnissen im Schwarzwald gibt es unter Tel. 0761.8964693, www.badische-weinstrasse.de

Die Runde der fünf großen Bereichsweinfeste im Schwarzwald eröffnet das Markgräfler Weinfest: Vom 4. bis 7. August 2017 präsentieren rund 30 Winzergenossenschaften und Weingüter der Region südlich von Freiburg ihre Weine und Sekte in Staufen. Angeführt wird der Sortenspiegel vom regionstypischen Gutedel. Mehr Infos unter Tel. 07636.70740, www.muenstertal-staufen.de
Mehr als 180 Weine aus der Region um Freiburg und dem Breisgau nördlich der Schwarzwaldhauptstadt sind beim Breisgauer Weinfest vom 18. bis 21. August 2017 in Emmendingen zu verkosten. Mehr Infos unter Tel. 07641.19433, www.weinlandbreisgau.de
Romantische Stimmung auf dem Münsterberg in Breisach verspricht das Weinfest „Kaiserstuhl und Tuniberg“ vom 25. bis 28. August 2017. Infos unter Tel. 07667.940155, www.weinfest-breisach.de
Mit dem Ortenauer Weinfest in Offenburg vom 29. September bis 2. Oktober 2017 endet die Runde der fünf großen Bereichsweinfeste im Schwarzwald. Der Marktplatz rund um das historische Rathaus ist bereits zum 60. Mal Kulisse für die Verkostungen von rund 200 ausgezeichneten Ortenauer Weinen. Infos unter Tel. 0781.8050, www.ortenau-tourismus.de

Aber nicht nur im Weinland Baden am West- und Südrand des Schwarzwaldes ist Wein ein Thema für Genießer. Auch am Nordostrand wird gefeiert – vom 18. August bis 3. September steigt in Pforzheim das Oechsle-Fest. Die „Goldstadt“ ehrt damit Christian Ferdinand Oechsle, den Pforzheimer Erfinder der weltweit eingesetzten Wein- und Mostwaage. Mehr Infos zum 17-tägigen Festprogramm unter Tel. 07231.393716, www.ws-pforzheim.de

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