Samstag, 30. April 2016

Matthias Kehle: Das gibt es nur im Schwarzwald

Matthias Kehle:

Das gibt es nur im Schwarzwald
 

Der Schwarzwald ist eines der beliebtesten Reiseziele nicht nur Baden-Württembergs, sondern ganz Deutschlands. 

Er bietet viel Interessantes, aus der Natur, aus der Kultur und aus der Kulinarik. Schwarzwald- und Badenkenner Matthias Kehle hat unzählige Besonderheiten entdeckt, die es nur im Schwarzwald gibt und die er in seinem neuen Führers beschreibt.
  
Hier finden Sie eine ausführliche Besprechung dieses Buches.



Hier finden Sie …
Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.
 

Donnerstag, 28. April 2016

Brunhilde Bross-Burkhardt: Gärten an Kocher, Jagst und Tauber

Brunhilde Bross-Burkhardt:  
Gärten an Kocher, Jagst und Tauber
 


Bis 9. Oktober 2016 lockt die Landesgartenschau Liebhaber von Grünbeeten und Blumenrabatten nach Öhringen, östlich von Heilbronn. Aber das ist bei weitem nicht alles, was es grünenden und blühenden Sehenswürdigkeiten im Norden Baden-Württembergs gibt. Beispielsweise die vielen prächtigen Parks in Hohenlohe.

Aber wo findet man die? Bevor nun der Gartenfreund mühselig alle Städte und Orte in Hohenlohe abklappert, greift er besser zu Brunhilde Bross-Burkhardts Buch »Gärten an Kocher, Jagst und Tauber«, in dem sie 50 (!) sehenswerte Anlagen beschrieben hat.

Vom Bauerngarten zur Gartenschau
Mit ihrem Reiseführer lädt die bekannte Gartenjournalistin zu bezaubernden Erkundungsgängen ein. Sie führt durch historische Barock- und Landschaftsgärten, die zu Schlössern und Burgen gehören, aber auch durch moderne Stadt- und Kurparks oder ehemalige Gartenschaugelände.

Dabei erhält der Besucher eine ungeheure Vielfalt unterschiedlicher Eindrücke. So werden historische Parkanlagen vor allem durch ihre Architektur geprägt, bei zeitgenössischen Anlagen sind es eher die Pflanzen – Bäume, Sträucher, Stauden und Saisonblumen –, die von den Gartenarchitekten farbenprächtig in Szene gesetzt werden. Verträumte Bauern-, Kräuter- und Apothekergärten sind ebenso vertreten wie weitläufige Parks mit beeindruckenden jahrhundertealten Bäumen.

Die 50 beschriebenen Gartenausflüge sind reizvoll bebildert und mit wichtigen Reisetipps angereichert. Kastentexte erklären weitere interessante Details. Auch um Einkehrtipps oder Telefonnummern für Führungen hat sich die Autorin gekümmert. Zur schnellen Übersicht dient die Rubrik „Schwerpunkte“: Hier erfährt man in aller Kürze, was der jeweilige Garten oder Park bietet. Informationen zur Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Übersichtskarte erleichtern die Anreise.

Brunhilde Bross-Burkhardt: Gärten an Kocher, Jagst und Tauber. Ein Reiseführer ins Grüne. 160 Seiten, 162 Farbaufnahmen. Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe. ISBN 978-3-8425-1448-5. € 16,90.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Gärten und Parks in ganz Baden-Württemberg werden in folgendem Buch beschrieben:
Dieter Buck: Park- und Gartenziele im Ländle













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Dienstag, 26. April 2016

Kinzigtal - im Schwarzwald: Wandern und Pilgern

Pilgern im Kinzigtal
Wandern auf Pfarrers Spuren

 Wandergruppe im Kinzigtal. Foto: Tourist Info Wolfach

Ob Songlines oder Jakobsweg – in allen Kulturen folgen Menschen Wegen, die besondere mystische Erlebnisse versprechen. Pilgern meint fast überall das gleiche: die Suche nach einer spirituellen Klärung durch Bewegung und Verzicht auf Gewohntes.

Ein Pilgerweg kann zu Wallfahrtsorten in der Nähe führen oder Teil der europaweiten Pilgerrouten sein, die seit dem Mittelalter als „Jakobusweg“ in Santiago de Compostela im Norden Spaniens enden. Die Wege orientierten sich meist an den Heer- und Handelsstraßen, denn an ihnen standen auch die Klöster und Gasthäuser, die Pilgern Schutz und Übernachtung boten.

Schon die Römer hatten vor fast 2000 Jahren eine Handelsroute von Paris über Straßburg durch das Kinzigtal nach Rottweil und weiter nach Augsburg angelegt. Ihr folgte später auch der einzige Jakobsweg, der den Schwarzwald in seiner ganzen Breite quert. Der 88 km lange Abschnitt zwischen Loßburg am Ostrand und Gengenbach am Westrand des Mittelgebirges ist Teil des europäischen Jakobswege-Netzes. Und er ist besonders attraktiv: Er führt durch die Postkartenlandschaft des mittleren Schwarzwalds, passiert Fachwerkstädtchen wie Wolfach, Schiltach, Haslach, Zell am Harmersbach und Gengenbach, Bergkappellen und Wallfahrtskirchen.

Damit die Pilger die Schönheiten am Weg unbeschwert erleben können, gibt es die Pauschale „Wandern ohne Gepäck auf dem Kinzigtäler Jakobusweg“. Sie ist mit sechs Übernachtungen, Gepäcktransfer, Wanderkarten und Buch zum Jakobusweg sowie dem Pilgerpass für 399 Euro im Doppel- oder 409 Euro im Einzelzimmer zu buchen. Infos bei Kultur- und Tourismus Gengenbach, Tel. 07803 930143, www.gengenbach.info

Geschichten auf den Spuren des Pfarrers erwandern
Er war streitbarer Pfarrer, aufrührerischer Politiker, Gründer von Genossenschaften und einer der meistgelesenen Schriftsteller Badens – Heinrich Hansjakob (1837-1916). Auf dem 100 Kilometer langen „Großen Hansjakobweg“ oder dem 56 Kilometer langen „Kleinen Hansjakob-Weg“ werden die Landschaft des mittleren Schwarzwaldes sowie Geschichte und Eigenart des Kinzigtales erlebbar. Hansjakobs Bücher tragen Titel wie „Erzbauern“, „Der Vogt auf Mühlstein“ oder „Bauernblut“ und erzählen vom schweren Lebensalltag der einfachen Leute in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Am Weg weisen Schautafeln auf die Orte seiner Erzählungen hin, in „seinen“ Gaststuben erinnern Portraits oder Bücher an den wanderfreudigen Pfarrer. Pauschalen mit Gepäcktransfer sind als zwei- bis sechstägige Touren zu Preisen zwischen 79 und 219 Euro zu buchen bei der Touristinfo Gastliches Kinzigtal, Tel. 07832 706170, www.gastliches-kinzigtal.de

Gesellig in den Frühsommer wandern
Die einen lieben es, alleine durch die Landschaft zu wandern, andere möchten unterwegs Eindrücke tauschen, mehr über Land und Leute erfahren sowie gemeinsam „einkehren“. Im Mai beginnt im Schwarzwälder Kinzigtal wieder die Wandersaison. Schwarzwald-Guides und ausgebildete Wanderführer nehmen wissbegierige Aktivurlauber mit auf Wanderungen durch die Postkartenlandschaft des mittleren Schwarzwaldes. Termine und Touren zur Planung des Aktivurlaubes gibt es unter www.kinzigtal.com.

Mit dem Hotelier durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
Mit dem Chef des Hauses zur urigen Waldhütte wandern, den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord auf Wanderwegen und Pfaden durchstreifen und den Tag mit Gleichgesinnten gesellig ausklingen lassen – das ist das Prinzip der Wanderwochen im Naturparkhotel Adler in St. Roman im oberen Kinzigtal. Zwischen Mai und Oktober wird sie mit fünf Übernachtungen zu fünf Terminen angeboten. Inklusive täglichen 5-Gang-Menüs, vier geführten Wanderungen mit Einkehr oder Rucksackverpflegung sowie einer Unterwasser-Beinmassage und Benutzung des Wellnessbereichs gibt es sie ab 583,50 Euro.

Hornberger Wanderwoche in den Pfingstferien
Die Frühlingstage nutzen Wanderprofis für erlebnisreiche Tageswanderungen im mittleren Schwarzwald. Die beliebte Hornberger Wanderwoche (16. bis 21. Mai) fällt in die Pfingstferien, so dass auch Familien an den kostenlosen geführten Touren teilnehmen können. Die fünfstündigen Exkursionen schließen den Lauterbacher Wandersteig, die Genießerpfade Peterstaler Schwarzwaldsteig und Waldpfad Groppertal und den Erlebnispfad entlang der legendären Schwarzwaldbahn ein. Zwei Übernachtungen und freier Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten Schwarzwald sind in Privatpensionen ab 70 Euro zu buchen bei der Touristinfo Hornberg, Tel. 07833 79344, www.hornberg.de

Mit einem „Schnäpsli“ wandert es sich fröhlicher
Zu den alten Bauernhöfen im Schwarzwald gehört meist auch ein generationenaltes Recht zum Brennen von Obstschnäpsen. Entlang des 20 Kilometer langen „Obstbrennerwegs“ um Nordrach liegen gleich 14 Brennereibetriebe. Am 26. Mai laden sie zum „Brennhislitag“ ein. Zur Saisoneröffnung wandert man über Streuobstwiesen, genießt die Aussichten auf die Tallandschaft und die Berge des mittleren Schwarzwaldes und lässt sich dabei Schnäpse, Liköre und Köstlichkeiten aus der Hofküche servieren. Einen Flyer mit Adressen und Beschreibung von geführten Wanderungen am „Tag der offenen Tür“ gibt es bei der Touristen-Information Nordrach, Tel. 07838 929921, www.nordrach.de


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Montag, 25. April 2016

Altersbedingte Knochenbrüche und Gelenkverschleiß ist Herausforderung für Orthopäden und Unfallchirurgen

Verschiebung der Alterspyramide:

Eine besondere Herausforderung für Orthopäden und Unfallchirurgen

Altersbedingte Knochenbrüche und Gelenkverschleiß nehmen zu / Neue Operationstechniken reduzieren  Risiken und machen Senioren schneller wieder mobil

Jeder fünfte Deutsche ist heute älter als 65 Jahre. In wenigen Jahren wird es jeder Dritte sein. Die Überalterung in der Bundesrepublik verändert auch den Alltag in den deutschen Kliniken, vor allem im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie. Heute behandeln wir immer mehr Verschleißerkrankungen, die früher durch die geringere Lebenserwartung gar nicht auftraten", sagt Professor Dr. Joachim Grifka, Direktor der orthopädischen Universitätsklinik Bad Abbach.

Professor Dr. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen (BG) Unfallklinik Tübingen verweist auch auf die kontinuierlich steigende Zahl altersbedingter Knochenbrüche.  "Von einer halben Million häuslichen Unfällen jährlich entfallen ca. 300.000 auf Osteoporose bedingte Knochenbrüche bei älteren Menschen", so Stöckle. Das Thema Behandlung altersbedingter Unfälle im Bewegungssystem ist deshalb auch eines der Schwerpunktthemen bei der Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) zwischen 28. und 30. April in Baden-Baden.

Ein Drittel der Menschen über 65 Jahre stürzt laut Statistiken mindestens einmal pro Jahr. Etwa fünf Prozent dieser Unfälle führen zu Brüchen oder anderen gravierenden Blessuren. Neben dem Oberschenkelhals sind bei älteren Menschen oft die Wirbelsäule, das Becken, der Oberarm, der Unterarm oder das Handgelenk von Frakturen betroffen. Bei einer ausgeprägten Osteoporose kann es sogar zu 'Spontanfrakturen' bei banalen Bewegungen ohne Sturz kommen. Für schnellstmögliche medizinische Behandlungen nach solchen Verletzungen gibt es in Deutschland klare Vorgaben: Verschraubungen an gebrochenen Knochen sollen innerhalb von 24 Stunden, künstlicher Gelenkersatz spätestens 48 Stunden nach dem Bruch eingesetzt werden.

"Ein Oberschenkelhalsbruch an sich ist gut behandelbar. Das Risiko auch bei anderen altersbedingten Gelenkerkrankungen liegt in der Immobilität der Patienten", so Professor Stöckle. "Mit jedem Liegetag steigt das Risiko von Gesundheitsschäden. Mobilisation ist deshalb das A und O bei Frakturen im Bewegungsapparat oder auch bei verschleißbedingtem Einsatz eines neuen Gelenks bei älteren Patienten", weiß Professor Grifka.

Besser ein neues Hüftgelenk als Langzeitpflege
"Heute operiert, morgen wieder auf den Beinen, sei etwa nach dem Einsatz eines neuen Hüftgelenks auch bei älteren Patienten realistisch", berichtet Professor Dr. Joachim Grifka aus dem Klinikalltag. Ohne die in der Orthopädie und der Unfallchirurgie heute eingesetzten neuen Operationsmethoden wäre das nachoperative Risiko von Thrombosen und Lungenembolien oder Herz-Kreislaufprobleme aufgrund langer Liegezeiten viel höher.

In Deutschland werden heute jährlich 210.000 Hüftprothesen und 170.000 Knieprothesen eingesetzt. Die meisten aufgrund von altersbedingtem Verschleiß der eigenen Gelenke, der langfristig zu massiven Bewegungseinschränkungen, zu Hilfsbedürftigkeit bis Pflegebedürftigkeit führen kann. Überflüssig, aus ärztlicher und aus Patientensicht nicht akzeptierbar sei deshalb die Diskussion darüber, bis zu welchem Alter der Einsatz von Gelenkprothesen sinnvoll ist, sagt Professor Grifka. "Selbst rein unter Kostenaspekten betrachtet kann der Einsatz eines neuen Hüftgelenks und die so wiedergewonnene Beweglichkeit des Patienten langfristig die Pflegeausgaben für die Versichertengemeinschaft sogar spürbar reduzieren. Aber es geht natürlich um den einzelnen Menschen. Die Betroffenen sind mit einem neuen Hüftgelenk wieder mobil, eigenständig und haben so eine bessere Lebensqualität". 
70-Jährige möchten fit sein wie früher die 40-Jährigen
Eine weitere Herausforderung für Orthopäden und Gelenkchirurgen: "Die Menschen mit 70 möchten heute so fit sein wie früher 40-Jährige", so Professor Grifka. "Wir können keine Wunder vollbringen. Aber die Fortschritte in der orthopädischen Chirurgie sind enorm". So sind Patienten nach einem Gelenkaustausch mit minimalinvasiver Operationstechnik in der Regel bereits direkt nach der Operation schmerzfrei. Sie könnten bereits am ersten Tag nach dem Eingriff aufstehen und nach acht Tagen gestützt durch Gehhilfen wieder Treppen steigen.

Möglich ist dies unter anderem durch neue Methoden der Computernavigation bei  der Operation, die den Gelenkaustausch mit minimalinvasiven Operationstechniken, also mit nur kleinsten Schnitten in der Haut möglich machen. Die neuen Techniken garantierten auch präzise und optimale Funktion der künstlichen Gelenke bei deutlich verlängerter Haltbarkeit, so Professor Stöckle.

"Seien wir uns bewusst: Vor 200 Jahren bedeutete ein Knochenbruch oft das Todesurteil. Noch vor 50 Jahren war es keineswegs selbstverständlich, durch orthopädische und unfallchirurgische Operationen, z.B. mit neuen Gelenken und Wirbelsäulenoperationen, Patienten wieder zu schmerzfreiem Bewegen und Selbständigkeit zu verhelfen", sagt Professor Grifka. "Mit den neuen Operations- und Behandlungsmethoden leisten Orthopäden und Unfallchirurgen heute einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Menschen mobil bleiben - in jedem Alter".


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Landesgartenschau: Ausstellungen "GartenTräume-GrenzRäume“ und „Der Limes blüht auf“

Auf der Landesgartenschau 2016 
in Öhringen:

Ausstellungen „GartenTräume-GrenzRäume“ und „Der Limes blüht auf“

Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, haben die Ausstellung „GartenTräume-GrenzRäume“ des Landesamtes für Denkmalpflege in der Stallscheuer des Hofgutes Cappel eröffnet. Dazu gehört auch die Ausstellung „Der Limes blüht auf“

Bis zum 09. Oktober werden dort über die gesamte Dauer der Landesgartenschau auf 290 qm die Themen „Grüne Kulturdenkmale“ und „Weltkulturerbe Limes“ präsentiert.

„Der Limes blüht auf. Dieses Motto der Landesgartenschau in Öhringen lebt auch das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege. Der Limes als Weltkulturerbe prägt die Region Hohenlohe und trägt wesentlich zur touristischen Anziehungskraft bei. Es freut mich, dass unsere Ausstellung ganz praktisch zeigt wie die fachliche Arbeit der Denkmalpflege mit Öhringen und der Region verbunden ist“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl. „Beispiele hierfür sind nicht nur der Ausstellungsort Hofgut Cappel oder das historische Hoftheater in Öhringen, sondern auch das Limestor auf der Gartenschau oder die Limesplattformen in der Region“, so Schmalzl weiter.

Prof. Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart, stellte bei seinen Grußworten heraus: Ich bin sehr glücklich, dass es unserem Referat „Denkmalfachliche Vermittlung“ gelungen ist, mit dieser Ausstellung eine Brücke zu schaffen zwischen der Archäologischen und der Bau- und Kunst- Denkmalpflege.“

Der Bereich der Ausstellung mit dem Begriff „GartenTräume“ zeigt unter anderem den über 300 Jahre alten Öhringer Hofgarten, der sich direkt an den historischen Stadtkern und das Residenzschloss anschließt. Zunächst wurde er als französischer Garten angelegt und im 19. Jahrhundert im englischen Landschaftsstil umgestaltet. Im Ortsteil Cappel hat sich ein Hofgut mit einer weiteren historischen Parkanlage des späten 18. Jahrhunderts erhalten, die für die Gartenschau zu neuem Leben erweckt wurde. Außerdem werden weitere Schlossgärten und deren Ausstattung vorgestellt, im Besonderen jene aus dem weit verzweigten Adelsgeschlecht der Hohenlohe.

Der andere Bereich der Ausstellung mit dem Titel „GrenzRäume“ führt in das antike Öhringen, denn quer durch das Gartenschaugelände zieht sich der Limes als schnurgerade römische Grenzlinie hindurch. Gemäß dem Motto der Landesgartenschau „Der Limes blüht auf“ wird dieser durch eine rote Bepflanzung visualisiert. Der Nachbau eines monumentalen Limestores verdeutlicht zudem, dass schon in römischer Zeit in der Hohenloher Ebene eine überregionale Verkehrsverbindung bestand, das in Öhringen die Passage zwischen dem römischen Reich und Germanien ermöglichte.

Die Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des Referats Denkmalfachliche Vermittlung, Dipl.-Ing. Beata Hertlein M.A., präsentierte anlässlich der Eröffnung der Ausstellung eine Sensation:  an den Eingängen der Ausstellung werden zwei Gartenskulpturen gezeigt, die im 18. Jahrhundert im Cappeler Lustgarten ihren Standort hatten. Im Rahmen der Recherchearbeiten zur Ausstellung kristallisierte sich nämlich heraus, dass die beiden Skulpturen nicht wie zunächst vermutetet aus dem Hofgarten Öhringen stammten, sondern aus dem Cappeler Lustgarten. Frau Hertlein betonte erfreut: „Es ist ein besonderer Glücksfall, dass diese beiden Skulpturen nach 165 Jahren in das Areal des Hofgutes zurück kehren. Mein großer Dank gilt den privaten Besitzern, die es uns ermöglicht haben solch besondere Objekte auszuleihen und diese somit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“


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