Donnerstag, 28. März 2013

Zu den Kaiserbergen der Schwäbischen Alb: Hohenstaufen und Hohenrechberg

Schwäbische Alb:
Im Banne der Kaiserberge
Hohenstaufen - Hohenrechberg - Stuifen


 

Hohenstaufen und Rechberg gehören zum Staufererbe Baden-Württembergs. Beides sind nicht nur sehenswerte Ruinen, von beiden hat man auch eine prächtige Aussicht ins Land. Bei dieser Tour kann man auch die Spielburg aufsuchen, die allerdings keine Burg, sondern ein monumentales Felsgebilde ist. 

Dass man bei dieser Wanderung zeitweise auch auf einem Jakobsweg geht ist am Besten an der Wallfahrtskirche auf den Rechberg ersichtlich, wo auf den Wangen der Kirchenbänke die Muschel als Zeichen dieses Heiligen sehen ist. 

Ausgangspunkt:
Hohenstaufen.

Wegverlauf:
Man steigt am Besten zuerst zu den beiden Kirchen hoch. Unterhalb der rechten, der Barbarossakirche, befindet sich ein Erinnerungsraum an die Staufer, der eine Besichtigung lohnt. Dann hält man sich oberhalb links und wandert eben bis zu einer Rechtskurve des Waldwegs, von der man aus hinab zur Spielburg gehen kann.
 
Die Spielburg entstand vor rund zwei Millionen Jahren. Damals reicht die Schwäbische Alb noch bis hierher. Damals stürzte eine Weißjura-Scholle auf die Stufe aus Braunem Jura hinab, die sich hier auf einer Höhenlage von knapp 600 Metern befindet. Aus diesem Grund konnte hier auch eine der Schwäbischen Alb ähnliche Heidelandschaft mit Halbtrockenrasen und Wacholder entstehen. Dazu gibt es mächtige Felsstotzen aus ungeschichtetem Massenkalk, ein Gestein, das hier am Hohenstaufen sonst nicht zu finden ist. Unterhalb der mächtigen Südostwand liegt die ”Arena””. Da es sich um das größte zusammenhängenden Trockenbiotop auf der Gemarkung Göppingen handelt, wegen der geologischen Besonderheiten und dem ökologischen Wert wurde die Spielburg 1994 unter landschaftsschutz gestellt. Man darf zwar nicht überall herumgehen, aber auf den zugelassenen Wegen etwas herumstreifen, lohnt sich allemal. Zumal man vom Kreuz aus eine schöne Aussicht hat.
 
 
 
 
Anschließend besteigt man den Hohenstaufen, wo es außer der prächtigen Aussicht Reste der Burg und eine Stauferstele mit Erinnerungstexten zu sehen gibt. Einkehren kann man hier übrigens auch. 
 
Der Hohenstaufen ist wie die beiden anderen Kaiserberge Rechberg und Stuifen ein Zeugenberg, der beim Zurückweichen des Albrands im Laufe der Jahrmillionen stehenblieb. Von der Burg sind noch – letztmals 1971 freigelegte – spärliche Reste zu sehen. 1070/80 wurde sie vermutlich vom ersten Stauferherzog Friedrich von Schwaben (früher von Büren) errichtet, dem Großvater von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Im Bauernkrieg wurde die Burg niedergebrannt, anschließend nach und nach abgetragen.
 
 
 
 
 
 
 
 

Danach folgt man der Beschilderung in Richtung „Rechberg“. Gesehen hat man die Erhebung mit der Burgruine ja schon von der Stauferstele aus. Am folgt dem steil abfallenden Weg, geht nach dem Wald an der Jugendherberge und dem Wanderheim des Schwäbischen Albvereins vorbei zur Landstraße. 
 
 
Parallel zur Straße wandert man über den Aasrücken. Er bietet uns eine herrliche Aussicht, hinab ins Tal, zur Schwäbischen Alb und zum Rechberg und zum Stuifen. Ein Blick links der Straße lohnt sich aber auch, hier sieht man unter anderem die dritte Stauferburg: das Wäscherschlössle. Nach rechts reicht der Blick über das Ottenbacher Tal zur Kette der Albberge vom Tennenberg bis zu Teck und Hohenneuffen. 
 
 
Bald erreicht man den Ort Rechberg, an seinem Anfang führt der Weg durch den Wald hinauf zur Ruine Rechberg. 
 
Auf dem 644 Meter hohen Zeugenberg Rechberg (der Name kommt von Reh) liegt als Spornburg die 1179 erstmals genannte Burg Hohen-Rechberg. Die Herren von Rechberg waren staufische Ministerialen. Die Burg überstand alle Kriegswirren im Laufe der Jahrhunderte, wurde aber im Winter 1865 durch einen Blitzschlag zerstört. Der Westteil der Burg mit seinen abweisenden Mauern weist in die staufische Bauzeit um 1200 zurück, der östliche mit Vorburg und Wehrturm zeigt die fortgeschrittene Technik des späteren Burgenbaus (14.–16. Jh.), als man die Burg zur Festung erweiterte. Heute gehört die Ruine einer gemeinnützigen Stiftung, für die Besichtigung wird ein geringer Betrag erhoben.
 
 
 
 
 
 
Nach der Besichtigung folgt man dem Kreuzweg auf dem Sträßchen hinauf zum Gipfel des Hohenrechbergs, wo man die Wallfahrtskirche besichtigen sollte. 

Die katholische Wallfahrtskirche zur Schönen Maria wurde 1686 bis 1688 erbaut. Sie besitzt 3 schöne Altäre, beachtenswerte Skulpturen, eine reich geschmückte Kanzel und eine Herrschaftsloge. Die Wände und die Decke sind mit zartem Stuck verziert. An den Beichtstühlen und dem Gestühl sieht man Schnitzarbeiten.
  
 
 
 
 
 
 

 Die nächste Station ist Ottenbach, das man durch eine schöne Landschaft und mit weiten Blicken zu den Bergen erreicht. Von hier aus steigt man wieder hinauf nach Hohenstaufen.
 
 
 
Die Wanderung ist relativ lang: Für die rund 23 km benötigt man etwa 7 1/2 Stunden bei einem Höhenunterschied von zirka 600 m. Ein ausgefüllter Tag also, der sich aber lohnt.

Dieter Buck


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Mittwoch, 27. März 2013

Urlaub im Schwarzwald: Wandern und Rad fahren im Kinzigtal

Kinzigtal:
Wanderopening mit Bilderrahmen

 


Am 5. Mai wird an vielen Orten im Schwarzwald die Wandersaison eröffnet. Im bäuerlichen Harmersbachtal werden dabei fünf Landmarken eingeweiht: Bilderrahmen, Holzhängematte oder „Sonnenliege“ markieren Punkte mit besonders attraktiven Aussichten auf das langgestreckte Seitental der Kinzig.  
Blühende Obstbäume um die Bauernhöfe, das frische Grün der Wiesenhänge entlang des Harmersbach und der Mischwälder unter dem Brandenkopf begleiten die Wanderer. Von Oberharmersbach aus folgt man der blauen Raute zum Eröffnungsfest. Zwischen der Vesperstube Langenberg und dem Wanderparkplatz Kreuzsattelhütte wird am hölzernen Bilderrahmen das Wanderopening gefeiert. Im Hintergrund grüßt malerisch aus dem Rahmen die 15 Kilometer entfernte Ruine Hohengeroldseck. Infos gibt es bei der Tourist-Information Oberharmersbach, Tel. 07837 277, www.oberharmersbach.net 
Kinzigtal: Neuer Schwarzwälder Genießerpfad: Hausacher Bergsteig
Der Name ist Programm: Beim neuen „Schwarzwälder Genießerpfad“ in Hausach geht es einfach genussvoll um drei Berge. Der „Hausacher Bergsteig“ ist ein elf Kilometer langer Rundweg um Kreuzberg, Winterberg und Farrenstein südlich des Städtchens im Kinzigtal. Der Weg beginnt an der Ruine Husen oberhalb von Hausach. In knapp vier Stunden sind 670 Meter Auf- und Abstiege zu meistern. Bei drei Bauernhöfen gibt es Äpfel, Wurst, Käse, Most oder Erfrischungsgetränke aus dem „Wanderkühlschrank“. „Höhenpflöcke“ mit lockeren Sprüchen ermuntern zum Durchhalten, Wohlfühlliegen zur Rast. Am 5. Mai wird die Eröffnung des Bergsteigs mit einem Fest am „Haseneckle“, vier Kilometer nach dem Start bei Burg Husen, gefeiert. Wer etwas schneller wandert, kann zum Abschluss der Tour noch Mönch, Ritter, Mägde und Gauklern in der Ruine besuchen. Von 14 bis 18 Uhr ist dort bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat „Burg erleben“ angesagt. Mehr Infos beim Tourismusbüro Hausach, Tel. 07831 7970, www.gastliches-kinzigtal.de. 
Sammelmappe mit 100 Wandertouren im Kinzigtal
Über 100 Touren für Genuss- und Weitwanderer haben die Wanderexperten des Schwarzwälder Kinzigtals in sieben Broschüren zusammengestellt. Sie führen auf die knapp 1000 Meter hohen Berge des mittleren Schwarzwaldes, durch stille Bergtäler und sonnige Reblandschaften. Darunter ist auch eine Broschüre mit den vier Fernwanderwegen durch die Region: Großer und Kleiner Hansjakobweg, Kinzigtäler Jakobusweg und Westweg. Die sieben Westentaschenführer mit Routenbeschreibung, Höhenprofilen und Einkehrtipps gibt es in einer Sammelmappe für zwei Euro bei Kinzigtal Tourismus, Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com. 
Kinzigtal: Wildkräutertour mit Flammenkuchen
Spitzwegerich, Vogelmiere, Wiesenschaumkraut und was sonst noch im Kinzigtal zu finden ist – Berit Hohenstein zeigt bei ihrer Kräutertour um das mittelalterliche Städtchen Wolfach, wie man die zehn bis 15 gängigsten Wildkräuter erkennt und wie sie die Küche bereichern können. Am Ende einer zweistündigen Sammeltour bereiten die Teilnehmer ihren Wildkräutersalat und backen im Holzofen auf der Wiese einen traditionellen „Flammenkuchen“ mit Kräutern, Speck und Zwiebeln. Das vier- bis fünfstündige Kräuterseminar mit Flammenkuchen kostet 25 Euro. Termine und Anmeldung bei der Touristinfo Wolfach, Tel. 07834 835353 und unter www.kinzigtal.com.
Kinzigtal:
Mit dem Fahrrad zu „Sagen und Mythen der Ortenau“
Die Ortenau gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen am Westrand des Schwarzwaldes. Von den Auenwäldern am Rhein über die fruchtbare Ackerlandschaft und das „Weinparadies Ortenau“ reicht sie mit dem ausladenden Kinzigtal weit in den Schwarzwald hinein. Auf 30 „magischen“ Rundtouren lassen sich jetzt die „Sagen und Mythen der Ortenau“ bequem auf Tourenrad oder E-Bike erkunden. An 36 Orten kann man Akkus aufladen oder E-Bikes und Räder ausleihen. Acht 32 bis 48 Kilometer lange Touren führen durch das Kinzigtal und seine idyllischen Seitentäler. Eine 131 Kilometer lange Rundtour ab Gengenbach bindet auch das französische Elsass ein. Eine 46-seitige Broschüre mit Kurzbeschreibungen, Tankstellen, Auflade- und Servicestationen gibt es kostenlos. Ein Tourbook mit Übersichtskarte und 30 Tourenkärtchen kann für 7,90 Euro bei Kinzigtal Tourismus bestellt werden: Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com.
Von den Schwarzwaldhöhen in die Frühlingswiesen im Kinzigtal
Das Kinzigtal ist das einzige Tal, das den Schwarzwald in seiner ganzen Breite von Ost nach West durchquert. Rund 90 Kilometer weit führt der Kinzigtal-Radweg vom 732 Meter hoch gelegenen Freudenstadt ins 570 Meter tiefer gelegene Offenburg. Die Räder rollen auf der gesamten Strecke fast nur bergab. Besonders reizvoll ist die Tour von den Schwarzwaldhöhen durch die Obstbaumwiesen und die Reblande im Frühling und Frühsommer. Sie eignet sich auch für Familien mit noch wenig geübten Kindern oder mit Kinderwagen-Anhängern. Man kommt immer wieder durch einen Ort oder kann an 14 Bahnstationen notfalls die Radtour mit dem Zug fortsetzen. Bis auf die ersten 24 Kilometer führt die Strecke vollständig barrierefrei über asphaltierte Wege. Eine 48-seitige Planungshilfe für Familienausflug und Rollitour kostet 2 Euro. Die Übersichtskarte ist kostenlos. Beide gibt es bei Kinzigtal Tourismus, Tel. 07832 706170, www.kinzigtal.com
Dieter Buck
 
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Montag, 25. März 2013

Naturpark Schönbuch: Sommerprogramm 2013

Wald, Wildnis, Wohlgefühl -
das neue Veranstaltungsprogramm
Die vom Förderverein Naturpark Schönbuch e. V. herausgegebene Broschüre enthält alle Termine und ist ab sofort kostenlos erhältlich.

Pünktlich zum Frühlingsanfang meldet sich der älteste Naturpark im Lande mit seinem Pro­grammheft, welches 2013 wieder fast 70 Veranstaltungen zum Mitmachen und Entdecken umfasst. 

Kennen Sie den Naturpark Schönbuch auch schon bei Nacht? Wollen Sie im Jahr der Nach­haltigkeit auf Zeitreise durch 300 Jahre Waldgeschichte gehen? Vielleicht möchten Sie aber auch mal die Landschaft vor Ihrer Haustüre aus der Vogelperspektive bewundern oder eine Expedition in eine Waldschlucht im Schönbuch unternehmen. Wer sich beim „Brunch auf dem Bauernhof" mit regionalen Erzeugnissen verwöhnen lässt, betreibt gleichzeitig Landschaftspflege mit Messer und Gabel.

Auch 2013 ist für Jede/n wieder eine passende Veranstaltung dabei. In der vom Förderverein Naturpark Schönbuch e.V. herausgegebenen Broschüre werden Führungen und Exkursio­nen, Kurse und Familienveranstaltungen angeboten. Zertifizierte Landschaftsführer, Förster und andere engagierte Mithelferfreuen sich darauf, auch dieses Jahr wieder mit interessierten Besuchern die Vielfalt des Schönbuchs zu erkunden.
 
„Der Naturpark Schönbuch bietet nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten zum Lernen und Entdecken aber auch um Kraft zu schöpfen und zu sich selbst zu finden" schwärmt Naturparkvorsitzender Martin Strittmatter. „Unser Angebot ist eine Einladung, den Erlebnis- und Erholungsraum „Wald" vor der eigenen Haustüre zu erkunden" und Michael Lutz, Vorsitzender des Fördervereins Naturpark Schönbuch pflichtet ihm bei: „Bürgerinnen und Bürger jeglichen Alters lassen sich gerne von der Natur verzaubern und verbringen gemeinsam oftmals viele Stunden im ältesten Naturpark des Landes. Information, Prävention und Fortbildung lassen sich beim Besuch im Naturpark Schönbuch idealerweise miteinander verbinden."

Info:
Das Programmheft können Sie ab sofort kostenlos bei allen Naturparkstädten und -gemeinden, den Landratsämtern Böblingen, Esslingen, Reutlingen und Tübingen, dem Bürger- und Verkehrsverein Tübingen sowie im Infozentrum des Naturparks Schönbuch (dort erst ab 01.04.2013) im Kloster Bebenhausen erhalten. Sämtliche Veranstaltungen und Termine können zusätzlich auf der Internetseite des Naturparks Schönbuch (www.naturpark-schoenbuch.de) abgerufen werden. 

Dieter Buck
 
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Donnerstag, 21. März 2013

Schloss Heidelberg: Höhepunkte 2013

Schloss Heidelberg: Höhepunkte 2013

 

Schloss Heidelberg ist und bleibt das Flaggschiff der baden-württembergischen Kulturdenkmäler. Auch 2012 haben wieder mehr als eine Million Gäste das Schloss besucht. Das Programm im Heidelberger Schloss mit familienorientierten Erlebnisführungen und großen Festen und Ereignissen zieht viele neugierige Besucherinnen und Besucher an – aus der Metropolregion, aus Süddeutschland und aus der ganzen Welt. Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, gab jetzt im Heidelberger Schloss einen Ausblick auf die Saison 2013. Absoluter Höhepunkt: die Ausstellung „Macht des Glaubens“, die ab dem 11. Mai internationale Gäste nach Heidelberg bringen wird.

Höhepunkt des jahres:
die Ausstellung „Macht des glaubens“
Eingeführt und von vielen erwartet: das ist der Saisonauftakt „Frühlingserwachen“, in diesem Jahr am 24.März. „Da warten viele aus der weiten Region drauf. Das hat sich seit der Einführung sofort zu einem Publikumsmagneten entwickelt“, sagt Michael Bös, der Leiter der Schlossverwaltung Heidelberg. An die 10.000 Menschen finden dabei den Weg ins Schloss – und zwar unabhängig von der Witterung. „Sogar ein später Wintereinbruch beeindruckt die Gäste nicht wirklich“, so Bös. Viele aus der Metropolregion genießen den Nachmittag bei freiem Eintritt im Heidelberger Schloss und schauen sich an, was in „ihrem“ Schloss an Neuigkeiten auf dem Programm steht. 

Hauptereignis im Schloss wird in diesem Jahr die große Ausstellung „Macht des Glaubens“ sein. Die Staatlichen Schlössern und Gärten arbeiten an diesem Projekt zusammen mit dem Kurpfälzischen Museum, dazu kommt die Kooperation mit der internationalen Stiftung Refo500, der Johannes A Lasco-Bibliothek in Emden und dem Paleis Het Loo in Apeldoorn (NL). Thema ist der Heidelberger Katechismus, eine Bekenntnisschrift, die in den Jahren der reformatorischen Umbrüche vor genau 450 Jahren in Heidelberg erschien. Heute leben 20 Millionen Menschen weltweit nach dem Heidelberger Katechismus. „Das bedeutendste Ausstellungsobjekt ist Schloss Heidelberg“ – so beschreiben die Macher der Ausstellung „Macht des Glaubens“ die Situation. Im Schloss der Kurfürsten, damals für seine Pracht in ganz Europa bestaunt, wird ein Bild der höfischen Gesellschaft der Zeit um 1600 entworfen. Eine große Zahl von Führungen und Veranstaltungen begleitet die Ausstellung, die bis zum 15. September zu sehen ist. Mit den thematischen Sonderführungen, in denen Damen und Herren in Kostümen der Zeit in ihre Epoche einladen, bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten besonders besucherfreundliche Zugänge zum historischen Thema.  

das schloss weiter entwickeln
Mit der Eröffnung des neuen Besucherzentrums ist den Staatlichen Schlössern und Gärten im letzten Jahr ein wesentlicher Schritt gelungen. Dabei kann auf die an sich schon gute Situation aufgebaut werden: Das Heidelberger Schloss genießt in den Besucherwertungen hohe Zufriedenheitswerte. Eine Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus im Jahr 2012 bestätigt den Rang. Schloss Heidelberg wurde zur Nr. 1 unter den deutschen Orten gewählt, die man gesehen haben muss. Zur stetigen Verbesserung der Heidelberger Besucherzahlen tragen auch die Vermarktungsbemühungen auf den ausländischen Reisemärkten ihren Teil bei: Der Anteil der Heidelberg-Gäste aus aller Welt ist beträchtlich. „Wir arbeiten natürlich weiter daran, diese hohen Werte zu steigern“, sagt Michael Hörrmann.

Dass Küchenchef Martin Scharff gerade für die Schlossgastronomie einen Michelin-Stern holen konnte, gehöre auch zum Konzept: High-Class als Zielmarke für die Arbeit, „…und von der exzellenten Arbeit profitieren dann alle Bereiche“, so Hörrmann. Mit einer guten Schlossgastronomie lassen sich für viele Besucher attraktive Programmangebote machen. Ewa das „Englisch-Pfälzische Menü“, das in dieser Saison aus Anlass der Hochzeit zwischen dem Kurfürsten und der englischen Prinzessin Elisabeth Stuart vor genau 400 Jahren auf dem Programm steht.

Mittelfristig stehe in Schloss Heidelberg die Neukonzeption der Museumsbereiche an. „Ein Monument mit über einer Million Gästen, die überwiegend touristische Interessen haben, hat ganz besondere Bedürfnisse, was die museale Präsentation seiner Geschichte und Bedeutung angeht“, konstatiert der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten, und: „Wir sind noch ganz am Anfang, was die Neukonzeption angeht“. Eine gute Kooperation, die 2011 begonnen wurde, wird weitergeführt: Die Staatlichen Schlösser und Gärten arbeiten mit den Stadtwerken Heidelberg zusammen und propagieren in diesem Jahr noch mehr das gemeinsame „Schlossticket“. Für die beiden Kooperationspartner ist es eine Lösung, wie man mit den enormen Besucherströmen in der verkehrstechnisch schwierigen Lage des Heidelberger Schlosses umgehen kann. Inzwischen ist das Angebotsduo aus Bergbahnfahrt und Schlossbesuch längst zum meistverkauften Ticket am Heidelberger Schloss geworden. 

Wohin steuert das Heidelberger Schloss?
Was ist die weiträumige Zielplanung der Staatlichen Schlösser und Gärten? Die Million bei den Besucherzahlen bleibt die Orientierung. Dabei setzen die Staatlichen Schlösser und Gärten auf zwei Säulen: auf den internationalen Tourismus und beispielsweise den wachsenden Reiseverkehr aus Asien – und auf das Schloss als attraktiven Veranstaltungsort für die Menschen der Metropolregion. Hier soll die Zahl der Mehrfachbesucher gesteigert werden – durch ein attraktives Veranstaltungsprogramm und durch immer wieder neue Anreize für unterschiedliche Interessen, vom wissenschaftlichen Vortrag bis zum stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Und: Zunehmend wichtig werden dabei Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz. Das Bewusstsein für das „Biotop Heidelberger Schloss“ als Lebensraum für seltene Fledermausarten oder Amphibien ist geweckt – und wird bei allen künftigen Planungen präsent sein. Michael Hörrmann: „Das Heidelberger Schloss bleibt auch in künftigen Jahren das Flaggschiff und der Spitzenreiter unter den Monumenten in Südwestdeutschland.“

Info:
 
Foto:
Schloss Heidelberg, Außenansicht, Ansicht der Anlage von Norden, vom Philosophenweg: Glockenturm, Friedrichsbau, Nordwall, Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

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Mittwoch, 13. März 2013

Schwarzwald: KONUS gewinnt Innovationspreis ÖPNV 2013

Nachhaltige Mobilität im Schwarzwald ausgezeichnet 
KONUS gewinnt Innovationspreis ÖPNV 2013
Das schwarzwaldweit gültige Mobilitätskonzept KONUS hat den „Innovationspreis ÖPNV 2013“ in der Kategorie „Nachhaltige Mobilität im Freizeitverkehr“ gewonnen. 
 
Der Preis wurde beim 6. ÖPNV Innovationskongress für zukunftsfähige Nahverkehrsprojekte in Baden-Württemberg am Mittwoch (13. März) im Konzerthaus Freiburg verliehen. 
 „Die Tourismusregion Schwarzwald und ihre Verkehrsangebote bilden durch Konus ein einheitliches Ganzes“, lobte Ministerialdirektor Hartmut Bäumer vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur bei der Preisverleihung. KONUS steht für Kostenlose Nutzung des ÖPNV für Schwarzwaldurlauber. 
Mit der Konus-Gästekarte können Schwarzwaldurlauber kostenlos Busse und Bahnen des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) aller neun Verkehrsverbünde der Ferienregion nutzen. Ministerialdirektor Bäumer lobte Konus als „offenes und entwicklungsfähiges System“, das Urlaubern einen „enormen Standortvorteil in der Region bietet“. Das Projekt wurde 2005 von der Schwarzwald Tourismus GmbH mit den Verkehrsverbünden der 11.100 Quadratkilometer großen Ferienregion gestartet. Inzwsichen geben mehr als 10.000 Gastgeber in 139 Schwarzwaldorten Urlaubern die Konus-Gästekarte an die Hand. 
 
Insgesamt haben 16 Bewerbungen um den Innovationspreis gezeigt, wie Nachhaltigkeit im ÖPNV kreativ umgesetzt werden kann. Neben KONUS haben zwei weitere Bewerber die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung erhalten: das „Elektro-Bürgerauto Oberreichenbach“ im Landkreis Calw in der Kategorie „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“ und die VSS-Internetseite „Rundum Mobil“ als Informations- und Kommunikationsplattform. Eine Lobende Erwähnung gab es für das Projekt „Wanderbus Wutachschlucht“ der Busgesellschaft Südbadenbus.
 
Dieter Buck
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