Dienstag, 31. Juli 2012

Schwarzwald: Kinzigtal - Kultur und Wandern


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Dieter + Marlies Buck

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Schwarzwald: Im Kinzigtal

Pfarrer, Räuber, Bären und Wölfe

Heinrich Hansjakob: Der Pfarrer kannte die Geschichten

Er war Bestsellerautor, Pfarrer, Lehrer, Landtagsabgeordneter, „Priesterrebell“ und Chronist des Schwarzwälder Alltags – am 19. August 2012 feiert man im Kinzigtal den 175. Geburtstag von Heinrich Hansjakob. Noch heute werden seine Schriften gedruckt.

In rund 70 Erzählungen und Tagebüchern beschrieb der Volksschriftsteller das Leben von Waldbauern, Flößern, Korbmachern, Aschensammlern, Maulwurffängern oder Schindern im 19. Jahrhundert. Schon zu Lebzeiten erreichten Titel wie „Erzbauern“, „Waldleute“ oder „Der Vogt auf Mühlstein“ Millionenauflage. Den Erzählungen seiner Bücher können Natur- und Kulturinteressierte heute auf zwei mehrtägigen Rundwegen folgen. Sie erschließen Geschichte und Vielfalt der Landschaft rund ums Kinzigtal.




Hansjakobweg: der mit dem Schlapphut

Der „Kleine Hansjakobweg“ führt mit zwei oder drei Übernachtungen auf fast 60 Kilometern um das Wolftal und das obere Kinzigtal. Auf dem Großen Hansjakobweg wandert man in vier bis sechs Tagen rund 100 Kilometer weit von Haslach über Wolfach, Oberharmersbach, Zell am Harmersbach und Steinach zu bekannten Schauplätzen der Erzählungen des Heimatdichters. Beide Rundwege sind mit dem stilisierten „Schlapphut“ auf weißer Raute ausgeschildert.

Heinrich Hansjakob: interessante Biografie

Hansjakob wurde am 19. August 1837 in Haslach im Kinzigtal geboren. Nach Studium und Priesterweihe wird er Lehrer, kommt wegen staatsfeindlicher Hetze in Festungshaft, wird Abgeordneter, sitzt wieder in Festungshaft, gründet 1881 als Pfarrer in Hagnau am Bodensee die erste Winzergenossenschaft und kommt 1884 als Pfarrer nach Freiburg. 1913 zieht er nach seiner Pensionierung zurück nach Haslach, wo er 1916 stirbt. Sein stattlicher „Freihof“ ist heute Hansjakob-Museum und Hansjakob-Archiv.

Besonders intensiv kann man den Geschichten bei der „Hansjakob-Wanderwoche“ im September folgen. Vom 8. bis 15. September führt der Haslacher Hansjakob-Kenner Alois Krafczyk fast jeden Tag zu Schauplätzen der Erzählungen. Die zwölf bis 18 Kilometer langen Etappen gestaltet er mit seinen leidenschaftlichen Rezitationen äußerst kurzweilig. Die Wanderungen starten zu unterschiedlichen Zeiten, die Teilnahme kostet ein Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Info:

Infos zum Programm der literarischen Wanderwoche unter Telefon 07832 706172, www.kinzigtal.com.

Pauschalangebote und Flyer zum Großen Hansjakobweg gibt es unter www.gastliches-kinzigtal.de, zum Kleinen Hansjakobweg unter www.bad-rippoldsau-schapbach.de.



Mit Räuber Hotzenplotz durch die Wälder streifen

„Sei vorsichtig, wenn Du hier im Wald herum streifst, denn hier sammelt Räuber Hotzenplotz gerne Pilze“ – Für Kasperl und Seppel kam die Warnung zu spät, der Schurke mit den sieben Messern hat sie bereits an den Baum gefesselt.

Für Kinder auf dem neuen Räuber Hotzenplotz Pfad bei Gengenbach ist die Schautafel eine lustige Erinnerung an die Räubergeschichte. An elf Stationen animiert die Erzählung, die Otfried Preußler vor 50 Jahren veröffentlichte, Kinder zum Erkunden des Waldes.

Zum 50. „Geburtstag“ des pfiffigen Polterers hat die „Räuberhauptstadt“ Gengenbach im Kinzigtal den vier Kilometer langen „Kleinen Räuberpfad“ für junge Hotzenplotz-Fans eingeweiht. Er ergänzt den gleich langen „Großen Räuberpfad“ für ältere Wald-Entdecker. Die Geschichten, Rätsel und Aufgaben sind illustriert mit den Bildern von F. J. Tripp aus dem ersten Band des „Räuber Hotzenplotz“.

Info:

Den Flyer „Räuber Hotzenplotz Pfad“ gibt es bei Kultur- und Tourismus Gengenbach, Tel. 07803 930143, www.kinzigtal.com

Ein Fest für Bären und Wölfe

Wer im Schwarzwälder Kinzigtal einen Wolf heulen hört, muss sich nicht fürchten. Hier leben drei Wölfe und sechs Braunbären in ihrem Rentnerparadies. Der „Alternative Wolf- und Bärenpark“ bei Bad Rippoldsau-Schapbach ist ein zehn Hektar großes Areal im Wolftal, einem Nebental der Kinzig. Auf einem ein- bis zweistündigen Rundweg durchs Gelände kann man die Bären gut durch Zäune gesichert beobachten. Dickicht, Freiflächen und kleine Wäldchen wechseln sich in dem teilweise steilen Gelände ab. Die Wölfe werden meist erst in der Dämmerung aktiv, halten dann aber die Bären auf Trab. Am 2. September wird nun ab 11 Uhr mit Fütterungen, Musik, Kaffee und Kuchen der 2. Geburtstag gefeiert. Der Eintritt in den Park kostet für Erwachsene 4 Euro, für Kinder 3 Euro.



Info:

Telefon 07440 913940,  www.kinzigtal.com

Hahn und Henne: Aus dem Harmersbachtal in die Welt

Seit über hundert Jahren zieren Hahn und Henne Frühstückstische in aller Welt. Das Dekor der Zeller Keramikmanufaktur wird auch heute noch im Harmersbachtal von Hand auf Tassen und Teller gemalt. Die Schwarzwälder Manufaktur kann man an sieben Tagen in der Woche besuchen, am 31. August sogar bis Mitternacht. Bei der 10. Nacht der Museen in Zell a. H. öffnen ab 19 Uhr die fünf Kunst-, Heimat-, Industrie- und Bauernhof-Museen des historischen Städtchens. Die Innenstadt ist illuminiert, auf den Straßen spielt Musik und Theater. Info:



Einen Flyer zur Nacht der Museen gibt es bei der Tourist-Info Zell, Telefon 07835 636947, www.kinzigtal.com

Info
Tourist Information Gastliches Kinzigtal e.V. Klosterstraße 1, 77716 Haslach im Kinzigtal Telefon 07832 706-173 Fax 07832 706-179

Eingestellt von Dieter Buck

Fotos: Stadt Haslach im Kinzigtal, Stadt Zell a.H., Bad Rippoldsau-Schapbach


Buchvorstellung: Malerische Städte. Bodensee, Oberschwaben, Allgäu


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Dieter + Marlies Buck

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Dieter Buck:

Malerische Städteziele
Bodensee, Oberschwaben, Allgäu

Bummeln, Entdecken, Erleben





Dieter Bucks Ausflugsführer für das südöstliche Baden-Württemberg und das angrenzende Ausland stellt 43 Ausflüge in die schönsten Städte am Bodensee, in Oberschwaben und im Allgäu vor.

Zwar ist die Gegend zwischen der Donau und dem Schwäbischen Meer als Wanderparadies berühmt, doch wenn der Drahtesel einmal streikt oder die Füße eine kleine Erholungspause benötigen, bietet sich die Gelegenheit für einen Ausflug in eine der zahlreichen sehenswerten Städte der Region.

Ob im malerischen Meersburg, in Bregenz, Ravensburg oder Leutkirch im Allgäu – Dieter Buck nimmt die Ausflügler mit hinein in verwinkelte Gassen, bestaunt die barocke Pracht der Kirchen und Schlösser oder flaniert entlang alter Stadtmauern. Mit vielen Fakten und manchem Geheimtipp erläutert er dabei kurzweilig und kenntnisreich die Geschichte eines jeden Ortes.

Viele der Städteziele sind in Form eines Rundgangs beschrieben, so dass sich alles Sehenswerte problemlos erreichen lässt. Die Adressen und Telefonnummern der wichtigsten Museen ermöglichen zudem eine reibungslose Planung der Ausflüge.

Der Autor

Der 1953 in Stuttgart geborene Dieter Buck war lange Zeit als Künstler tätig, nahm mehr als ein Jahrzehnt einen Lehrauftrag wahr und leitete eine Galerie. Seit vielen Jahren schreibt er Reise- und Wandertipps für Zeitungen und Magazine, außerdem hat er als Autor, Herausgeber und Fotograf fast hundert Wander-, Radtouren- und Reiseführer, aber auch Sagenbücher und Landschaftsmonografien über seine baden-württembergische Heimat, das Allgäu, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Südtirol veröffentlicht. Außerdem ist er Leitender Redakteur eines alpinen Magazins. Als Wanderexperte wurde er durch Funk und Fernsehen bekannt.

Dieter Buck: Malerische Städteziele Bodensee, Oberschwaben, Allgäu. Bummeln, Entdecken, Erleben. 160 Seiten, 99 Farbfotos und Karten, kartoniert. Silberburg-Verlag, Tübingen. ISBN 978-3-8425-1206-1. 14,90 €.

Info:


Lust, das Buch zu kaufen? Hier der Link zu Amazon:

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Buchvorstellung: Genießerradtouren um Stuttgart

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Dieter + Marlies Buck

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Dieter Buck:

Rund um Stuttgart

Erholsame Radtouren für Genießer






20 gemütliche und erholsame Genussradtouren rund um die Landeshauptstadt werden im vorliegenden Band beschrieben. Radtouren, bei denen es nicht auf die Kilometeranzahl ankommt, bei denen man nicht beweisen muss, wie viel Kondition man hat, und bei denen keine schweißtreibenden Berg-Etappen bevorstehen.

Die hier versammelten „entschleunigten“ Fahrradausflüge rund um Stuttgart führen auf ebener Strecke durch idyllische Täler oder beginnen auf der Höhe, die man bequem per S-Bahn erreicht. Dank des dicht gewobenen VVS-Netzes ist es zu den schönsten Ecken des Ländles nicht weit und wer die müden Knochen am Ende des Tages schonen möchte, steigt einfach an der nächsten Station in die Bahn.

Hinweise zur An- und Rückfahrt, Angaben über Entfernungen und Höhenunterschiede sowie Kartenausschnitte ergänzen jede Tour.

Der Autor

Der 1953 in Stuttgart geborene Dieter Buck war lange Zeit als Künstler tätig, nahm mehr als ein Jahrzehnt einen Lehrauftrag wahr und leitete eine Galerie. Seit vielen Jahren schreibt er Reise- und Wandertipps für Zeitungen und Magazine, außerdem hat er als Autor, Herausgeber und Fotograf fast hundert Wander-, Radtouren- und Reiseführer, aber auch Sagenbücher und Landschaftsmonografien über seine baden-württembergische Heimat, das Allgäu, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Südtirol veröffentlicht. Außerdem ist er Leitender Redakteur eines alpinen Magazins. Als Wanderexperte wurde er durch Funk und Fernsehen bekannt.

Dieter Buck: Rund um Stuttgart. Erholsame Radtouren für Genießer. 120 Seiten, 82 Farbfotos und Karten, kartoniert. Silberburg-Verlag, Tübingen. ISBN 978-3-8425-1204-7. 9,90 €.

Info:




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Donnerstag, 26. Juli 2012

Buchvorstellung: Schwabenkinder-Wege

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Dieter + Marlies Buck

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Elmar Bereuter:

Schwabenkinder-Wege

Vorarlberg mit Grenzgebieten Tirol und Liechtenstein






Wandern und Historie, schöne Landschaften und eine eigentlich traurige Vergangenheit verbinden, das ist mit diesem Buch möglich. Es handelt von den so genannten „Schwabenkindern“.

Über Jahrhunderte hinweg zogen sie aus den Gebirgsregionen Vorarlbergs, Süd- und Nordtirols, der Schweiz und Liechtensteins nach Oberschwaben, nördlich des Bodensees, um dort Arbeit zu finden: Kinder armer Familien, von blanker Not aus der Heimat vertrieben, wanderten alljährlich im Frühjahr zu Tausenden über die oftmals noch schneebedeckten Berge Richtung Oberschwaben, um dem Hunger daheim zu entrinnen und ihre Familien zu entlasten.

Der Rother Wanderführer „Schwabenkinder-Wege Vorarlberg“ zeichnet die Wege dieser Kinder, der sogenannten „Schwabenkinder“, aus ihren Herkunftsorten in Vorarlberg und den angrenzenden Gebieten Tirols und Liechtensteins bis Bregenz am Bodensee nach. Die Wege folgen so weit wie möglich den historischen Routen und Übergängen. Wandernd erfährt man an den Originalschauplätzen mehr über die harten Lebensbedingungen der damaligen Bevölkerung; zahlreiche Installationen und Museen weisen unterwegs auf die jahrhundertelang ungebrochene Tradition der saisonalen Auswanderung hin, die erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihr Ende fand.

Der Autor Elmar Bereuter befasst sich schon seit vielen Jahren eingehend mit der Thematik des Schwabengehens. In diesem Rother Wanderführer beschreibt er nicht nur detailliert die Wege der Schwabenkinder – unterteilt in kurze, leicht nachvollziehbare Streckenabschnitte – und die Infrastruktur unterwegs, sondern bietet auch eine Fülle an lesenswerten Hintergrundinformationen, Anekdoten und eingestreuten Ereignissen aus früheren Zeiten. Karten mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie GPS-Daten zum Download helfen bei der Planung der Wanderungen. Zahlreiche Fotos aus Gegenwart und Vergangenheit stimmen auf das Wandern auf den historischen Spuren der Schwabenkinder ein.

Elmar Bereuter: Schwabenkinder-Wege. Vorarlberg mit Grenzgebieten Tirol und Liechtenstein. 1. Auflage 2012. GPS-Tracks zum Download. 304 Seiten mit 322 Farbfotos, 23 Wanderkärtchen im Maßstab 1:75.000 sowie zwei Übersichtskarten im Maßstab 1:500.000 und 1:800.000. Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert mit Polytex-Laminierung. Rother-Verlag. ISBN 978-3-7633-4416-1. 14,90 € (D), 15,40 (A), 20,90 sFr (UVP).


Montag, 16. Juli 2012

Hohenlohe: Osterburken und Adelsheim - auf den Spuren der Römer


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Osterburken und Adelsheim:
Über die Höhe

Auf den Spuren der Römer



Die Gegend um Osterburken ist von den Römern geprägt und nicht umsonst gibt es hier ein sehenswertes Römermuseum. Außerdem quert der Limes-Wanderweg die Stadt. Wir kommen bei dieser Wanderung an einer rekonstruierten Palisadenmauer vorbei und an den Resten des Kastells. Auch das Römermuseum lohnt einen Besuch.

 Osterburken: sehenswert ist das Kastell


Weiter Blick über die Landschaft

Hochsommer mit Aprilwetter

Es war ein stürmischer Tag, im Hochsommer zwar, aber vom Wetter her eher april. Kalt war es zum Glück nicht, aber ab und zu wurde man gründlich durchgewaschen. Dafür zeigten sich in den Regenpausen die Sonne und die Wolken in einer Farbenpracht wie nur selten – insgesamt ein interessanter Farbkontrast zum gelb der wogenden Getreidefelder und dem Grün der Kraut- und Maisfelder.




Osterburken oder Adelsheim: 2 Ausgangspunkte je nach Vorliebe

 Auch in Osterburken gibt es viel zu sehen.




Wer die Wanderung im Freibad von Adelsheim ausklingen lassen möchte startet dort. Wer am Schluss lieber in Osterburken einkehrt oder das Römermuseum besuchen will nimmt diese Stadt als Ausgangspunkt.


 Osterburken: moderne Kirche


In Osterburken starten Bahnfahrer am Bahnhof, wer mit dem Auto kommt parkt in der Nähe des Römermuseums. Dann geht man durch die Kellereistraße zur Prof. Schumacher-Straße. Dort hält man sich rechts, dann gleich links in die Industriestraße.

Adelsheim: durch die Felder


 Rekonstruierte römische Palisadenwand



Auf ihr wandert man nach rechts, erst durch das Gewerbegebiet, danach durch Felder. Kurz vor der B 292 zweigt man links in den für den Autoverkehr gesperrten Weg ab. Weiter durch Felder, dann durch den Wald kommt man nach Adelsheim. Am Ortsbeginn links des Weges liegt das Freibad, wo man auch starten kann, geradeaus ginge es zur Bahnstation.



Nun wandert man immer geradeaus weiter. Nach einem Stück durch den Wald kommt man zu den ersten Häusern von Adelsheim.

Adelsheim: jetzt Aufstieg nach Wemmershof

Vor der Bahnstation nimmt man die Wemmershöfer Straße und wandert auf ihr durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen und Waldstücken nach Wemmershof. Etwas später überquert man die B 292.

Vor dem Flurkreuz danach zweigt man rechts ab in die Römerstraße. Wo vor einem Hof der Limes-Wanderweg kreuzt folgt man ihm nach links.

Auf dem Limes-Wanderweg zur römischen Palisadenmauer

Kurz darauf sieht man links eine rekonstruierte römische Palisadenmauer und einen Graben. An der Straße steht das Kunstwerk von Veronika Rettich „Standpunkt (zur Betrachtung der Welt) des Weges „Skulpturen am Radweg - Kunst in der Landschaft“. Danach geht man am Friedhof vorbei und hinab nach Osterburken. Unten im Ort liegt in der Kastellstraße links die Ruine des Kastells.

Osterburken: römisches Kastell und Römermuseum

Nach ihm kommt man zu der Prof. Schumacher-Straße, nun kann man entweder direkt zum Bahnhof gehen oder durch die Kellereistraße nach rechts zum Römermuseum und ins Zentrum von Osterburken.


 Osterburken: Das Römermuseum ist einen Besuch wert.





Osterburken gehörte zu den wichtigsten Stützpunkten am obergermanischen Limes. Erhalten sind noch die Grundmauern des Annexkastells (Ende 2. Jh.) sowie Teile des Grabens. Das Römermuseum wurde über einer Thermenanlage errichtet. Die katholische Pfarrkirche wurde ab 1970 aus Beton erbaut, wobei vom Vorgängerbau der Westturm mit laternenbesetzter Haube erhalten blieb (1588, 1731). Sie ist mit beeindruckender Bauplastik von Emil Wachter geschmückt. Innen sieht man einen Altar (18. Jh.) und Kreuzwegtafeln (1856). Neben dem historistischen Pfarrhaus (1890) steht der Diebsturm genannte Stadtturm, der bis zum Rundbogenfries auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und der letzte Rest der Befestigung ist. Unten besitzt er eine Mauerstärke von 1,80 Meter, oben von 1 Meter, die lichte Weite beträgt unten 2,15 Meter, oben 3,80 Meter. Die Musikschule schräg gegenüber wurde 1875 als Schulhaus erbaut. In der Kapellenstraße stehen die Kapelle St. Wendelin (1746) mit einem Rokokoaltar und einer Marienfigur (um 1700) und ein Renaissance-Laufbrunnen (1601). Das auch Herrenhaus genannte kurmainzische Amtsgebäude (17. Jh.) war der Sitz des kurmainzischen Amtskellers. Nahebei stehen der mit 1586 bezeichnete kurmainzische Zehntkeller und der Zehntspeicher, außerdem dürfte es noch mehr Lagergebäude für den Zehnten gegeben haben.

Dieter Buck

Info

Für die Wanderung benötigt man bei rund 200 Höhenmeter etwa 4 Stunden.

Empfohlene Karte:

Freizeitkarte 514 Mosbach, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL).

Einkehrmöglichkeiten: Osterburken.

Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn.


Hohenlohe: Von Adelsheim nach Möckmühl


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Dieter Buck + Marlies Buck

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Von Adelsheim nach Möckmühl

Weite Aussicht über Hohenlohe



Wer umweltfreundlich anreisen will nimmt die Bahn.

Ein Tag mit dramatischer Wolkenbildung und einen aprilmäßigen ständigen Wechsel zwischen Regen und strahlendem Sonnenschein war es, als in auf der Römerstraße über einen aussichtsreichen Höhenrücken von Adelsheim nach Möckmühl wanderte.

Der Weg führt durch den Wald ...


und über Felder.

Hat man erst einmal die Höhe erreicht wandert man relativ eben. Dabei bietet sich eine weite Aussicht über die abwechslungsreiche Landschaft. Schließlich geht es hinab nach Möckmühl, wo man sich nicht nur das alte Zentrum ansehen kann, sondern auch eine Schlusseinkehr lockt.

 Dramatische Wolkenbilder gab es an diesem Tag.




Adelsheim: Startort, dann aber gleich hinauf

Wir starten an der S-Bahn-Haltestelle Adelsheim Ost. Ab hier begleitet einen das Wanderzeichen rotes Kreuz bis zum Schluss. Zuerst geht man auf einem schmalen Pfad mit dem Wanderzeichen rote Kreuz parallel zu den Gleisen. Später geht es auf einer Straße weiter bergauf zu einem Waldstück. Dort führt der Weg nach rechts weiter.




Adelsheim und Möckmühl: dramatisches Wetter über der Hochebene

Nach dem Wald konnte ich so richtig das Spiel der Elemente und des Wettergottes nicht nur beobachten, sondern auch genießen. Auf tiefschwarzen Himmel folgten Momente mit strahlendem Sonnenschein, tiefblauem Himmel und Feldern, die vor Farben nur noch so zu glühen schienen.



Der Weg führt auf dem alten Römerweg. Man muss gut auf den Wegverlauf achten, aber das rote Kreuz war ausreichend angebracht.





Tintenfischpilze: zum ersten Mal gesehen

Später kommt man wieder in den Wald; hier sah ich zum ersten Mal bewusst Tintenfischpilze, schon eine beeindruckende Laune der Natur. Sie stammen ursprünglich aus Asien und wurden wohl von französischen Truppen nach Frankreich gebracht von wo sie zu uns kamen.




Nach diesem Wald kam das im Jagsttal liegende Möckmühl ins Bild. Nun ging es abwärts. Im Ort selbst locken Gasthäuser, im die Wanderung gemütlich ausklingen lassen zu können.

Möckmühl

Möckmühl besitzt einen gut erhaltenen Stadtkern mit Fachwerkhäusern des 16. bis 18. Jahrhunderts und einer weitgehend erhaltenen Wehrmauer mit zahlreichen Türmen aus dem 13. Jahrhundert.

Die Stadtmauer wurde vor über 500 Jahren mit einer Höhe von bis zu 7,80 Meter erbaut und ist mit einem durchlaufenden Bogenfries geschmückt, hier stehen noch verschiedene Türme: Schinnersturm, Badturm, Pfarrersturm, Batzentürmle, Mühlturm und Hexenturm.

Die ev. Stadtkirche geht auf das Jahr 815 zurück, das heutige Gebäude wurde 1900 von Heinrich Dolmetsch im Stil der Neugotik erbaut. Erhalten vom Vorgängerbau blieben die spätgotischen Fresken im Chorgewölbe. Neben ihr steht das Färberhaus (1783).

Das Rathaus wurde 1589 bis 1592 erbaut und besitzt ein schönes gelbes Fachwerk. An die Erbauung erinnern ein langer Schriftbalken und eine Renaissancetafel mit einem bunten Relief aus der Renaissance von Jacob Müller aus Heilbronn (1590). Der Marktbrunnen stammt von Ludwig Herold (1979).

Der Obere Marktplatz ist von schönen Fachwerkhäusern umstanden. Der Mechitabrunnen stellt die sagenumwobene Stadtgründerin dar. Im Alten Pfarrhaus (1750) übernachtete 1760 Herzog Karl Eugen.

Auch der Untere Marktplatz ist von schönen Fachwerkhäusern umgeben. Das Diakonatshaus trägt die Jahreszahlen 1615 und 1621. Das Heimatmuseum befindet sich in einem Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die ehemalige Alte Apotheke geht auf das Jahr 1758 zurück.

Die Stiftskirche wurde 1379 errichtet und 1645 von den Franzosen zerstört. Auf ihren Grundmauern errichtete man 1813 eine Scheune. Die Propstei ist eines der ältesten Gebäude des Ortes; nördlich von ihr steht der Propsteiturm. Das große Fachwerkhaus rechts von ihm war der Fruchtkasten des Chorherrenstifts. Das Haus Elsässer besitzt schönes Fachwerk. Das Ruchsener Tor ist das einzige noch erhaltene Stadttor.

Museum
Heimatmuseum, Tel. (0 62 98)76 06.











Dieter Buck

Info:

Die Wanderung ist etwa 12 1/2 Kilometer lang, für sie und die rund 290 Höhenmeter sollte man rund 3 ½ Stunden kalkulieren.

Empfohlene Karte:

Freizeitkarte 514 Mosbach, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL).

Einkehrmöglichkeiten: Möckmühl.

Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn.