Montag, 27. Februar 2012

Nils Schmid spart mal wieder - Teil 2

Was macht ein Feigtiker?
Druffhauen auf die, die sich nicht wehren können

Erziehung von Nachwuchs ist eine lobenswerte Aufgabe. Förderung von Kindern, das kommt uns allen zugute. Da hat wohl niemand was dagegen. Recht und gut. Kostet aber Geld.

Wer soll das bezahlen? Wer hat soviel Geld? Nun, bei etwas Nachdenken fiele einem schon etwas ein. Beispielsweise die seltsame Vermehrung von Stellen im Regierungsapparat seit Amtsantritt der grün-roten Regierung in Baden-Württemberg. Oder das in die Wüste schicken von geschätzten, aber von der vorigen Regierung in Amt und Würde gesetzten Beamten, die ihre Aufgaben bisher zur allgemeinen Zufriedenheit gemacht haben.  Die künftig ein fürstliches Salär fürs Spazierengehen bekommen, derweil ihre Nachfolger inthronisiert werden und wirken, bis sie eine folgende Regierung für teures Geld wieder zum Teufel jagt.

Nun, da braucht man nicht zu sparen. Man hat ja eine andere Bevölkerungsgruppe ausgemacht, die man bluten lassen kann. Nein, dieses Mal nicht wieder die Beamten. Auch nicht die Angestellten und Arbeiter, auch nicht die Unternehmer, auch nicht die Autofahrer, - sonst immer beliebte Melkkühe. Nein, unsere Feigtiker an der Regierung haben sich was Neues ausgedacht, eine neue Gruppe, die sich nicht wehren kann.

Nils Schmid hat sich andere ausgesucht: Häuslekäufer. Hä ? fragt man sich. Logisch ist das aber schon, wenn man ein bisschen nachdenkt. Ein Haus-, Wohnungs- oder Grundstückskäufer ist ein Einzelkämpfer, Im Zweifelsfall nirgends organisiert, niemand nimmt sich seiner an. Höchstens der Haus- und Grundbesitzerverein, aber den überhört man ja sowieso immer geflissentlich.

Also werden die Käufer durch Erhöhung der Grunderwerbsteuer geschröpft. Nicht nur dass sie sowieso fast ein Fünftel ihrer Baukosten in Form vom Mehrwertsteuer der großen Krake Abkassierstaat abgeben müssen, nein, auch die bisherige Grunderwerbsteuer, die der Staat ohne Gegenleistung kassiert, muss erhöht werden.

So finanzieren die zweifelsohne sinnvollen Aufgaben nicht diejenigen, denen die Ausgaben letztendlich zugute kommen, nämlich die Gesamtbevölkerung, sondern die Grundkäufer. Gut gedacht: Einem Hauskäufer steht normalerweise das Wasser durch die Finanzierung ohnehin bis zum Hals und er steckt bis zum Kragenknopf in Arbeit, um seine Investition finanzieren zu können. Folgerichtig schließen unsere Feigtiker an der Regierung darauf, dass er keine Kraft oder Zeit mehr hat, sich zu wehren. Leider haben sie Recht. Aber nur in der Praxis. Moralisch haben die Feiglinge verloren.

Nils Schmid spart mal wieder - Teil 1

Nils Schmid -
der Supersparer

Nennt man gemeinhin jemand einen "Teufelskerl", ist dies normalerweise positiv gemeint. In Bayern sagt man, "a Hund is er scho" und meint das gleiche damit. Bei Nils Schmid bleiben einem die Worte, zumal anerkennende, aber im Hals stecken.

Macht er sich doch seit seinem Amtsantritt als Beamtenhasser einen Namen. Ohne selbst betroffen zu sein, Gottseidank, dreht sich dem Autor der Magen um, wenn er sich anschaut, was er macht und vorhat: Seinen Staatshaushalt zu großen Teilen mit den Beamten zu sanieren. Mit einer Gruppe von Leuten, die sich nicht wehren können und dürfen. Immer feste druff. Der Rest der Regierung macht mit. Feigtiker alle miteinander, immer auf die Wehrlosen.

Die Finanzierung von öffentlichen Aufgaben ist eigentlich Sache des gesamten Volkes, das ja auch insgesamt davon profitiert. Nur: Man ist zu feige dazu. Angestellte und Arbeiter könnten ja streiken, Autofahrer, ohnehin die zweite Melkkuh der Politiker, könnten mitsamt dem ADAC auf die Barrikaden gehen, Unternehmer können mit Abwanderung drohen. Und so weiter, jeder hat was, mit dem er drohen kann. Nur die Beamten, die haben nichts. Auf sie kann man prügeln, ohne dass sie sich wehren können. Schön ist das nicht, charaktervoll auch nicht. Aber die alte Regierung hat es ja vorgemacht, und Bewährtes übernimmt man ja gerne, auch wenn man ach so ganz anders sein will.

Denn was können Beamte tun? Richtig: nix. Und die Feigtiker an der Regierung, nützen dies aus: Nur feste druff, können sich ja nicht wehren, die Beamten. Sollen doch froh sein, überhaupt arbeiten zu dürfen.

Da ist was faul im Staate Dänemark, auch wenn er in diesem Fall Baden-Württemberg heißt. UnsereTeufelssparer - der ... soll sie holen. Auch wenn sie noch so fromm tun und gar im Zentralrat der Katholiken sitzen. Wehrlose striezen, das kann man immer.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Daniela Schetar, Friedrich Köthe: Bodensee

Daniela Schetar, Friedrich Köthe: Bodensee





Die mehr als 100 Reiseführer der Reise Know-Reihe sind bekanntlicherweise Reiseführer für Individualisten und Individualreisende. Sie bieten das Wichtigste, und das ausführlich – und vor allem aktuell: Praktische Fragen von A-Z, ausführliche Informationen über Geschichte, Land, Leute, Gesellschaft und Natur der entsprechenden Gegend.

So auch der vorliegende Band über den Bodensee. Er zählt zu den beliebtesten Feriengebieten in Deutschland, aber auch die Schweizer und die Österreicher können sich nicht über Besuchermangel beklagen. Klar: Wasser lockt immer, die Berge sind nicht weit, in Sichtweite sowieso, Wander- und Radfahrmöglichkeiten ohne Ende, Kunst, Kultur, Kulinarik und vieles mehr: Berühmte Leute, Künstler, Herrscher wurden schon immer vom See angezogen und haben ihre Spuren hinterlassen bzw. prägen die Landschaft und Kultur aktuell.

Der handliche Band beginnt mit einem Überblick über die Region, danach folgen fast 50 Seiten mit praktischen Tipps, 24 Seiten mit Erklärungen über Gegend, Fauna und Flora, Geschichte, Kunst und Kultur. Anschließend werden das deutsche, das schweizer und das österreichische Ufer, dazu noch Liechtenstein, ausführlich erklärt, zusammengefasst jeweils in einzelne Regionen. 46 Exkurse und Infokästen informieren über Besonderheiten der Bodenseeregion. Für Schnellreisende werden die absoluten Highlights um das Schwäbische Meer bereit gestellt.

Wer nun unterwegs ist oder sich vorbereiten will, schlägt die Seiten mit der entsprechenden Stadt auf. Ausführlich wird er dort über die Sehenswürdigkeiten informiert, ein Stadtplan erleichtert die Orientierung und im Kapitel „Praktische Informationen“ findet man alles Wissenswerte, von Hotels und Restaurants, Nachtleben und Einkaufsmöglichkeiten bis hin zu Adressen über Sportangebote. Durch die regelmäßige Aktualisierung der Reise Know How-Bücher kann man sich auch darauf verlassen, dass die Infos auch stimmen.

Dass der Führer flott und leserfreundlich geschrieben ist, wird man bald merken. So wird einem die Kunst in der Wallfahrtskirche Birnau mit den Worten „ekstatischer Stuck- und Farbenrausch“ ans Herz gelegt. Trotzdem werden die Informationen ausführlich und seriös beschrieben. Wichtig ist natürlich auch das Essen: Auf Seite 30 ff werden die Spezialitäten erklärt, wobei wohl nicht darauf hingewiesen werden muss, dass die Bodenseeregion eine Genießerregion ist. Nicht nur beim Essen – frischer Bodenseefisch sei nur am Rande erwähnt –, es wachsen auch herrliche Weine am See. Dass Drumlins eiszeitliche Hügel sind, nicht zu übersehen, wenn man über Land fährt, erfährt man, auf welchen seltsamen Wegen die berühmten Reichenauer Klöster zu ihren Reliquien kamen, welche provokanten Künstler sich in der Region inspirieren lassen, was es mit den Zeppelinen auf sich hat, oder wo man „witzig wandern“ kann.

Autorin und Autor leben als Reisejournalisten in München und zeichnen für einige Reiseführer über so unterschiedliche Ziele wie Namibia, Sizilien oder Slowenien verantwortlich. Profis also, und das merkt man dem Band an. Sicher einer der besten Reiseführer über den Bodensee.

Daniela Schetar, Friedrich Köthe: Bodensee. 384 S., zahlreiche Abbildungen, Übersichtskarten und Stadtpläne. Reise Know How-Verlag Peter Rump, Bielefeld. ISBN 978-3-8317-2085-9. 12,50 €.


Mittwoch, 22. Februar 2012

Schönbuch: Daimlerpreis "Nachhaltige Verantwortung"

Förderverein Naturpark Schönbuch

e.V. für das Projekt „Nachhaltige

Verantwortung für eine grüne Umwelt.

 Wir kümmern uns um den Naturpark.“

 ausgezeichnet


Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche (1.Reihe Mitte)
mit den 125 ausgezeichneten Projektpaten


Daimler würdigt ehrenamtliches Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vergibt 125 mal 5.000 Euro für vorbildliche Projekte.

Beschäftigte der Firma Daimler wählten ein Naturpark-Schönbuch-Projekt unter die zehn beliebtesten Projekte aus 1062 Vorschlägen der Jubiläumsaktion „Wir bewegen was! - 125 Mitarbeiter-Projekte der Nachhaltigkeit“.

Ehrung der 10 beliebtesten Projekte aus 1062 Vorschlägen
 (Schönbuch-Projektpate Dr. Harald Braun links neben Dr. Dieter Zetsche)


Der Vorsitzende des Vorstands der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, würdigte am 16. Februar 2012 im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart den ehrenamtlichen Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Beschäftigte in ganz Deutschland haben im vergangenen Jahr im Rahmen der Aktion „Wir bewegen was! - 125 Mitarbeiter-Projekte der Nachhaltigkeit“ ehrenamtliche Projekte in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen, Vereinen und staatlichen Institutionen umgesetzt.

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Förderverein Naturpark Schönbuch und der unteren Forstbehörde des Landkreises Tübingen pflegten engagierte Daimler-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter des Standortes Sindelfingen das Naturdenkmal Birkensee, legten einen Grillplatz beim Ochsenweiher an und kümmerten sich um die Neugestaltung des Naturparkinfozentrums in Bebenhausen. Bei der Preisverleihung im Mercedes-Benz Museum durften Projektpate Dr. Harald Braun und Naturparkgeschäftsführer Mathias Allgäuer zu ihrer großen Überraschung neben 5 000 Euro Preisgeld auch noch die Trophäe für die Wahl der beliebtesten zehn Projekte aus 1062 eingereichten Vorschlägen entgegennehmen.

Ehrenamtliche Landschaftspflege beim Naturdenkmal Birkensee im Naturpark Schönbuch (Schönbuch-Projektpaten Norbert Zundl und Dr. Harald Braun, 2.und 3 Person von rechts)
„Wir wollen Danke sagen, denn diese Projekte zeigen“, so Dr. Zetsche bei der Preisübergabe, „wir selbst können Einfluss nehmen und mit gestalten. Und noch etwas ist wichtig: Alle Gewinnerprojekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur nachhaltig sind, sondern auch den Praxistest bestehen."

Begeisterung auch beim Vorsitzenden des Fördervereins Naturpark Schönbuch e.V. Michael Lutz, der sich im 40sten Jubiläumsjahr des Naturparks besonders „über das gelungene Miteinander von Daimler-Mitarbeitern, Förstern (unter der Leitung des Altdorfer Revierförsters Jörg Maurer) und Fördervereinsmitgliedern“ freut.

Ehrenamtlicher Bau einer Grillstelle am Ochsenweiher im Naturpark Schönbuch
(sitzend auf der Bank, Revierleiter Jörg Maurer)


Das Preisgeld soll für die Erneuerung der Dauerausstellung des Naturparkinfozentrums im Kloster Bebenhausen verwendet werden.

Sonntag, 12. Februar 2012

Um den Stausee Ehmetsklinge

Um den Stausee Ehmetsklinge


Der Stausee Ehmetsklinge bei Zaberfeld liegt unweit der Zaberquelle. Im Sommer herrscht hier ein reger Badebetrieb. Jetzt im Winter herrscht hier nur - Ruhe. Zumindest an dem Samstag, an dem diese Bilder gemacht wurden.

Schön ist eine kurze Tour, die durch Felder und Wiesen, durch den Wald und am Schluss durch die Weinberge oberhalb des Sees führt. Immer wieder hat man einen schönen Blick auf den Stausee. Er weist einen Badebereich, aber auch naturnahe Ruhezonen aus. Am Badestrand sieht man einige moderne Skulpturen.

Am Gasthof am See befindet sich auch eine Naturparkinfostelle. Gegen einen geringen Eintritt kann man sie besichtigen und viel Interessantes über den Naturpark Stromberg-Heuchelberg lernen.

Der schwungvoll gestaltete Stausee Ehmetsklinge, etwa zwei Kilometer unterhalb der Zaberquelle gelegen ist 13,8 Hektar groß – von denen etwa 7 Hektar zum Baden freigegeben sind - und bis zu 8 Meter tief. ER wurde 1968 bis 1970 erbaut und ist der jüngste, aber bekannteste der drei Seen in zaberfald. Zwischen 2000 und 2001 wurde er von 7,3 auf 13,8 Hektar erweitert. Grund war dass 25 km entfernte Atomkraftwerk >neckarwestheim, das bei Niedrigwasser im Neckar im Sommer mangel an Kühlwasser im Reaktor hatte und dessen Kapazität dadurch eingeschränkt war. Durch die Erweiterung wurde die Wassertiefe bei Vollstau auf 8 Meter, das Stauvolumen auf 590 000 Kubikmeter erhöht. Allerdiungs wurden rund 10 Hektar Ackerflächen in Wiesen umgewandelt und die Vorsperre als Biotop ausgewiesen. Der See besitzt eine große Liegewiese und einen rollstuhlgerechten Zugang. Der Uferbereich ist flach. Überwacht ist er allerdings nicht. Es gibt einen Kiosk und weitere Einkehrmöglichkeiten sowie sanitäre Einrichtungen (auch behindertengerecht). Das Mitbringen von Hunden und das Grillen sind verboten.
Auf dem Weg zum Wald hat man einen schönen Rückblick.




 Hinter dem See liegen Weinberge.


 Schilfbestände weisen auf die naturnahen Bereiche hin.






 Weinberghäuschen


 Blick über die Weinberge zum See



Der Hirschkäfer erinnert an den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. 



 Auf den Liegewiesen findet man moderne Kunst.





Blick auf die Höhen des Naturparks Stromberg-Heuchelberg

Winterfreuden am Aichstrutsee

Winterfreuden am Aichstrutsee


Eiskalt war der Tag. Aber schön. Die Sonne schien, was sie scheinen konnte. Gewärmt hat sie allerdings nicht.

Ziel war der Aichstrutsee zwischen Welzheim und Kaisersbach im Schwäbischen Wald. Im Sommer ein Badeparadies, jetzt im Winter Ziel von Schlittschuhläufern. Wenn mehr Schnee liegen würde, könnte man hier auch schön Langlaufen.

Eine kurze Wanderung führt am Freizeitpark Gmeinweiler vorbei, dann Gebenweiler und Grairich auf die Höhe. Die Ausblicke über die Wiesenlandschaft und die Wälder lohnt die diese Strecke. Zurück geht man auf der anderen Seite des Höhenrückens. Erst begleitet einen der Wald, danach hat man einen weiten Blick über die reich strukturierten Landschaft - und hinab zum See.



Der Aichstruter Stausee wurde als Hochwasser-Rückhaltebecken erbaut. Er ist rund 4 Hektar groß und bis zu 2 ½ Meter tief. Während das Ostufer überwiegend naturbelassen blieb ist der übrige Bereich eher der Sonne ausgesetzt. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig. Man findet eine große Liegewiese und einen teilweise rollstuhlgerechten Zugang zum See, außerdem Duschen und WC. Für Kinder gibt es einen Sandstrand sowie einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich, auch das Ufer fällt flach ab. Hunde sind an der Leine zu führen und dürfen nicht ins Wasser. Es gibt Grillstellen, aber auch das Mitbringen eines eigenen Grills ist an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Der See ist am Wochenende überwacht.



























Freitag, 10. Februar 2012

Wellness Hotel 5 Sterne

Ein verträumtes Wochenende in einem 5 Sterne Wellnesshotel genießen

Ein Wellness Kinderhotel ist für praktisch jeden Menschen geeignet, der einmal Erholung vom stressigen normalen Alltag sucht. Wie gut ist es dann, wenn ein Wellnesshotel 5 Sterne genau diese Art von Ablenkung und Erholung bietet. Man kennt das: Man ist eingebunden in einer Art Tretmühle und möchte mal Abstand nehmen. Ein Wellness Kinderhotel ist dafür da, dass man als Gast sich rundherum aufgehoben fühlt. Das Wellnesshotel 5 Sterne ist ein sehr gehobener Standard mit freundlichen Mitarbeitern und einem kompetenten Service. Das bedeutet, dass selbst individuelle Anfragen zeitnah beantwortet werden.

Wellness Kinderhotel
Im Wellness Kinderhotel werden die Kinder fachlich versiert betreut. Damit ist sichergestellt, dass man als Eltern sich einmal vom stressigen Alltag erholen kann. Während die Kinder betreut werden sind also die eigenen Behandlungen im Wellnesshotel 5 Sterne möglich. Die Rundumbetreuung durch geschultes Personal gewährleistet einen schönen Aufenthalt und auch, dass die eigenen Kinder adäquat betreut werden. Das ist für den Gast sehr wichtig, denn man kann nur dann entspannen, wenn das Betreuungsproblem wegfällt. Im Wellness Kinderhotel kann man sich ganz sicher sein, dass die Kinder sehr gut versorgt werden.

Wellnesshotel 5 Sterne
Ein gutes Wellness Kinderhotel ist dazu gedacht, dass sich die Eltern erholen können und zeitgleich das Betreuungsproblem wegfällt. Praktischerweise kann man im Wellnesshotel 5 Sterne genau diese Dinge miteinander vereinbaren, so dass das Erholen garantiert ist. Mit wohlfühlenden Anwendungen ist für den Gast ein Wellness-Wohlfühleffekt garantiert. Somit ist gewährleistet dass die Zufriedenheit des Kunden an oberster Stelle steht. Denn gerade im Wellness-Bereich ist es wichtig, dass der Gast einen nachhaltigen Erholungseffekt hat. Das Wellnesshotel 5 Sterne möchte dem Gast die größtmögliche Erholung bieten. Durch das Wellness Kinderhotel bietet genau das für Eltern von Kindern. Der Wohlfühleffekt stellt sich fast augenblicklich ein. So kann man gestärkt dem Alltag nach dem Urlaub wieder entgegentreten.

Dienstag, 7. Februar 2012

Travelmag. Das Reisemagazin: Stuttgart und Umgebung






Stuttgart, die Reisestadt im Kommen. Hätte vor zehn Jahren jemand Stuttgart als Reiseziel für eine Städtereise angegeben, er wäre belächelt worden. Heute ist die baden-württembergische Landeshauptstadt und ehemalige Residenzstadt der württembergischen Könige eine Städtedestination, die zwar nicht in der ersten Liga mit Berlin, Hamburg oder München mitspielt, sicher aber nicht weit darunter kommt.

Schließlich gibt es hier nicht nur Weltmarktführer wie Daimler oder Porsche, die mit nagelneuen Museen punkten – nicht nur vom Bestand her, sondern schon allein von der sensationellen Architektur her. James Stirlings Staatsgalerie, mittlerweile auch schon wieder ein kultureller Klassiker, das neue Stuttgarter Kunstmuseum, Oper, Theater, natürlich das weltbekannte und vielfach preisgekrönte Ballett – alles ist Weltklasse. Dazu die einmalige Topographie im Talkessel. Auch wenn es im Sommer mal ganz schön heiß werden kann – welche Großstadt kann das schon bieten: Von der City ein Blick auf die umliegenden Höhen, in denen prächtige alte Villen zwischen mächtigen Bäumen verschwinden. Und der Vorteil dieser Topographie: Man hat nicht nur von unten einen herrlichen Blick nach oben – auch oben gibt es Aussichtspunkte vom Feinsten. Nicht nur der berühmte Fernsehturm, der erste seiner Art und vielfach in der Welt kopiert. Auch von verschiedenen Plätzen und Straßen, teils mitten in Wohngebieten, teils in der Natur, schaut man auf die wie in einer Wanne liegende Stadt herab.

Das Reisemagazin Stuttgart zeigt dies alles. In herrlichen Farbbildern. Großformatig, und die großartigen Bilder dazu oft noch doppelseitig! Viele romantische Nachtaufnahmen, breitformatige Panoramabilder, Läden und Einkaufstempel von innen, dann natürlich die Umgebung mit den Weinbergen, die berühmte Neckarschleife bei Mundelsheim oder die Orte der Umgebung, die so manche Spitzweg-Idylle aufzuweisen haben wie Marbach, Bietigheim, Besigheim, Ludwigsburg, bis hin zum Weltkulturerbe Maulbronn.

So ist ein Buch entstanden, das Lust macht auf Reisen nach Stuttgart. Dazu zu einem Preis, der sensationell ist – für die Fülle und Qualität des auch haptisch überzeugenden Werkes müsste als gebundenes Exemplar ein Vielfaches des Preises bezahlt werden. Der Text ist sicher nicht die Hauptsache des Reisemagazins Stuttgart. Gleichwohl erfährt man Wesentliches über die Geschichte, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten.

Das Magazin wird abgerundet durch sechs Seiten Stadtpläne und Karten und eine Aufzählung und Erklärung von Theatern, Museen u.ä., Ausflugszielen, Wellnessangeboten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Hotels.

Travelmag. Das Reisemagazin: Stuttgart und Umgebung. Text: Wieland Höhne. 180 S., zahlreiche Illustrationen, Stadtpläne. Verlag Wolfgang Kunth, München. ISBN 978-3-89944-607-4, 9,95 € (D), 10,30 € (A).

Reisemagazin

Travelmag. Das Reisemagazin: Bodensee





Ein Bilderbuch par excellence, dieses Reisemagazin über das „Schwäbische Meer“, das allerdings zwischen drei Staaten liegt und allein im Bereich Deutschland in Baden-Württemberg – hier haben beide ehemalige selbstständige Länder Anteile – und Bayern aufgeteilt ist. Die Romantik des Sees kommt bereits beim Cover - die Lindauer Hafenausfahrt bei Nacht - zur Geltung. Romantisch geht es auch im Innenteil weiter. Auf eine außergewöhnlich Aussicht auf das Meersburger Schloss mit Erinnerung an Annette von Droste-Hülshoff folgen ein Blüten um„wölkter“ Turm auf der Insel Mainau, weitere Nachtaufnahmen, Nebelbilder und weite Landschaften in traumhaften Farbstimmungen.

Bilder bestimmen überhaupt das großformatige Magazin. Die Texte sind kurz und informativ. Sie ersetzen natürlich keineswegs einen „richtigen“ Reiseführer, einen Kunstführer oder gar einen Wander- oder Ausflugsführer. Das wollen sie auch gar nicht. Das Buch ist für die Optik gemacht, es soll Lust auf den See machen, eine bunte Bilderschau liefern, und das zu einem mehr als angemessenen Preis. Und das schafft es zweifelsohne. Schon allein die Haptik überzeugt, man hat das Magazin gerne in der Hand. Und was man für die Fülle an herrlichen und gut gedruckten Fotos in einem fest gebundenen Fotobuch zahlen müsste, daran denkt man am Besten gar nicht.

Ein zwölfseitiges Kartenwerk und ein reichhaltiger Anhang mit einer Beschreibung der Museen der Region, Wellnessangeboten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Hotels beschließt das Magazin.

Travelmag. Das Reisemagazin: Bodensee. Text: Dr. Patrick Brauns. 180 S., zahlreiche Illustrationen, Übersichtskarten. Verlag Wolfgang Kunth, München. ISBN 978-3-89944-386-8. 9,95 € (D), 10,30 € (A).

Sonntag, 5. Februar 2012

Um den Ebnisee wandern

Badeparadies und Schlittschuhparadies Ebnisee

Der Ebnisee gehört zu den schönsten und größten Seen im Naturpark Schwäbisch-fränkischer Wald. Im Sommer ist Wassersport in vielen Arten möglich, man kann baden, bootfahren und Angeln. Zum Einkehren stehen einigeg Gaststätten bereit.

Im Winter ist hier ein Schlittschuhparadies.


Dazu bieten sich verschiedene Wandermöglichkeiten in den weiten Waldgebieten des Schwäbischen Waldes an.

Wir wandern erst zur romantischen Gallengrotte. Danach über den Weiler Weidenhof nach Schlosshof. Von hier aus geht es zum Dörfchen mit dem schönen Namen Hinterwestermurr. Durch den Wald kommen wir zur Ansiedlung Rotenmad - ein paar einsame Häuser mitten im Wald. Bald sind wir dann wieder zurück am Ebnisee.

Der Ebnisee ist eines der beliebtesten Ziele im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Man kann baden, Boot fahren oder grillen, es gibt eine Liegewiese, einen rollstuhlgerechten Zugang und in der Waldschenke einen Wickelraum und eine behindertengerechte Toilette.
 
Das dreizehn Hektar große, heute so natürlich wirkende Gewässer wurde einst künstlich angelegt, um das Flößen der Stämme aus dem waldreichen Gebiet zu erleichtern. Das Holzflößen auf der Rems begann 1715 und um das Holz aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald heraus zu bringen, benützte man die Wieslauf und den Steinbach. Erst hat man eine Stauanlage bei der Laufenmühle angelegt, die aber 1741 durch ein „groß Gewässer“ weggerissen wurde. Daraufhin wurde bis 1745 bei der Sägmühle Gausbachsweiler eine neue Schließe erstellt, in der sogar Holz aus der Gaildorfer Gegend geflößt wurde. Die Gausbachsweiler protestierten zwar, weil sie ihre althergebrachten Rechte beeinträchtigt sahen, konnten sich jedoch nicht durchsetzen.
 
Der Ebnisee war der größte von mehreren Schwellseen, denn er musste die Wasserversorgung eines 22 Kilometer langen Stücks der Wieslauf bis zur Rems sichern und hatte auch den größten Einzugsbereich. Er bedeckt eine Fläche von rund 6,7 Hektar und ist bis zu fünf Meter tief. Im Winter 1745/46 wurde er erstmals aufgestaut. Er half durch seine Wassermassen, die Wieslauf besser floßbar machen, um das Holz des Welzheimer Waldes zu den Abnehmern nach Stuttgart bringen zu können. Man staute das Wasser aus der Schneeschmelze und vom Frühjahr, sammelte möglichst viel Holz und öffnete den Abfluss. Im 18. Jahrhundert konnte man mit seinem Wasser fünf bis sechs Tage den Floßbetrieb sichern und innerhalb einer Woche hat man so Tausende von Raummetern Holz auf den Weg zur Rems geschickt, auf ihr wurden sie dann zum königlichen Holzwasen nach Waiblingen verschifft. Als 1865 die Remstalbahn erbaut wurde, gab man die Flößerei auf und der Grund des Sees diente nun als Wiese zur Heugewinnung. 1884 staute man ihn wieder auf. 665 Hektar sind um den Ebnisee als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Auf der Flurkarte von 1830 sieht man, dass damals der Vorläufer des heutigen Ebnisees höher geschwellt war als der jetzige. Interessanterweise führten damals einige Wege zum See hin und auf der anderen Seite weiter. In der Oberamtsbeschreibung ist darüber zu lesen, dass der See im Sommer als Wiese genutzt und erst im Herbst wieder gefüllt wurde. Hierüber gibt es eine amüsante Geschichte: Der Grasertrag war verpachtet. Die Pächter bemerkten nun, dass das Gras immer wieder gestohlen wurde; also legten sie sich auf die Lauer und erwischten tatsächlich mitten in der Nacht zwei Frauen, die Gras mähten und einen Mann, der Wache hielt. Einer der Pächter konnte die beiden Frauen erwischen, sie aber wegen der Dunkelheit nicht erkennen. So „züchtigte“ er die eine und schnitt der anderen, um sie kenntlich zu machen, einen Zopf ab. Beide führten aber Klage gegen ihn und wegen diesem Akt der Selbstjustiz wurde er wegen dem abgeschnittenen Zopf zu zwei Gulden, wegen der Züchtigung zu einem Gulden Strafe verurteilt.
Flößerei
Im 18. Jahrhundert herrschte in der Stuttgarter und Ludwigsburger Gegend großer Brennholzmangel, bedingt auch durch den übermäßigen Holzbedarf der herzoglichen Hofhaltungen. Die stadtnahen Wälder waren schon ziemlich ausgeholzt. Unter anderem aus diesem Grund wurde die Wieslauf 1745/46 durch den Aufstau des Ebnisees floßbar gemacht; das Holz danach auf der Rems weiter geflößt. Auch der Treibsee, der Ropbachsee, der Walkersbacher Floßsee oder sonstige Seen sind Überbleibsel der ehemaligen Holzflößerei. Als die Remstal- und die Murrtalbahn gebaut wurden, verlor die Flößerei ihre Bedeutung.


In der Gallengrotte










Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Gegend ist die Gallengrotte, eigentlich zwei Klingen, deren größte in einer rund hundert Meter langen Seitenschlucht des Sommerbachtales hinter dem Ebnisee liegt. Die kleinere der Klingen endet mit einer nur angedeuteten Grotte an der Mündung ins Sommerbachtal. Die rund sieben Meter hohen Stubensandsteinfelsen weisen Kanzeln, Nischen, überhängende Felswände und abgerundete Vorsprünge auf, abschließend folgt eine enge, dunkle Kluft. Sie ist vielleicht Teil einer einst viel tieferen Grotte, deren vorderer Teil eingestürzt ist. Die Schwarzfärbung des Gesteins kommt vom Bewuchs mit Blaualgen, die durch das herabrieselnde Wasser genährt werden. Die Gallengrotten besitzen eine besonders reichhaltige Farnflora; beispielsweise gedeiht der grünstängelige Streifenfarn, eine recht seltene Art, nur an so extrem feuchten und kühlen Standorten wie hier.

Bei Weidenhof

 

Blick übers Land

 










Weiher bei Schlosshof

 

Blick auf Schlosshof

 



Schuppen in Hinterwestermurr



Blick auf Rotenmad



 Vereister Brunnen im Wald


Und zum Abschluss - Schlittschuhlaufen am Ebnisee