Montag, 22. August 2011

Radtour zwischen Neckar und Alb

Radtour zwischen Neckar und Alb


Die Gegend zwischen Rottenburg am Neckar, der Schwäbischen Alb und den Hohenzollerischen Landen ist wunderschön, ja fast lieblich zu nennen. Man findet hier reizvolle Fluss- und Bachtäler, sehenswerte Orte und Städtchen und immer wieder eine schöne Aussicht. Und das schönste ist: Sie ist nicht überlaufen, so dass man auf Radtouren und Wanderungen nicht auf Massenaufläufe stößt.






















Ein schöne Radtour beginnt in Rottenburg. Vom Bahnhof aus fährt man hinab zum Neckar und folgt ihm flussaufwärts. Vorbei an Obernau kommt man nach Bieringen.





























Mit dem Mühlewehr hat man den Wasserzufluss der Starzel in den Kanal der beiden Hirrlinger Mühlen geregelt, wobei es nicht nur zum Mahlen, sondern auch zur Stromerzeugung diente. Es war ab 1735 in Betrieb. Der Mühlenbetrieb endete 1978.
























Ab dort radelt man das Starzeltal aufwärts - vorbei am Mühlewehr - bis Hirrlingen, in dem ein schönes Schloss steht.





























Das Schloss in Hirrlingen wurde von Georg VII. von Ow erbaut. Vorgänger des Renaissanceschlosses war eine Burganlage. Von ihm stammen auch die Rentamtei, verschiedene Scheunen, die Kirchen und die Zehntscheuer. Am Erker sieht man nicht nur das Jahr der Grundsteinlegung 1557 sondern auch das Wappen Georgs sondern auch das seiner Frau Katharina von Brandeck zu Sterneck. Es ist von einem Schlossgraben und einem Weiher umgeben. Das Schloss wurde 1821 von den Bürgern gekauft.





Der folgende Streckenteil führt über die Hochfläche, über die man eine schöne Aussicht hat, bis vor Weiler. Vor dem Ort zweigt man ab und rollt steil hinab in die 7 Täler; hier folgt man dem idyllischen Katzenbachtal.







































Die Sieben-Täler-Höhle führt 207 Meter in die aus einem vor rund 200 Jahre in einem Meer entstandenen Muschelkalkfelsen der Neckarhänge. Sie gehört zu den bedeutendsten Karsthöhlen im Mittleren Neckarraum. Im Winter ist sie ein wichtiger Rückzugsort für Fledermäuse.

Vor Bad Niedernau kommt man an der historischen Römerquelle vorbei, danach rollt man durch den Ort bis vor den Neckar. Hier folgt man der Landstraße nach rechts zurück nach Rottenburg.

Die Römerquelle war bereits den Römern als Heilquelle bekannt. In ihrer Nähe fand man zahlreiche römische Münzen, ein gut erhaltenes Steinrelief des Apollo Grannus, dem gallorömischen Heil- und Quellgott, sowie Gefäßscherben, Ringe, Fibeln und 300 Münzen aus der Zeit der Kaiser Nero bis Valens. Im Quellhaus, wo das Apollobildnis zu sehen ist, kann man das Wasser trinken und sogar abfüllen. Es stammt aus einer Tiefe von 70 bis 150 Meter im Unteren Muschelkalk bzw. Buntsandstein. Bei der Suche nach Mineralwasser, stieß man 1836 auf die Schwefelquelle. Das Heilwasser ist wegen seines Anteils an Kohlendioxid sehr bekömmlich und besitzt eine wissenschaftlich nachgewiesene Heilwirkung, welche die Funktion von Magen und Darm anregt. Es enthält kaum Kochsalz, verbessert die Calciumversorgung und wirkt unterstützend bei der Osteoporosebehandlung. Zur Römerzeit diente die Quelle vermutlich den Bewohnern der Stadt Sumelocenna als Heiligtum. 1804 kaufte der Arzt Dr. Franz Xaver Raidt das kleine Bad in dem 1127 erstmals erwähnten Niedernau. In Folge wurde es von ihm und seinen Nachkommen zu einem bekannten Bad ausgebaut, das bis 1914 die württembergische Königsfamilie, außerdem Dichter, Musiker, Maler und Schriftsteller besuchten. Sehenswert sind noch die Zehntscheuer und die Pfarrkirche. Sie ist die älteste St. Konrad-Kirche in Deutschland.























Da man nur rund 2 Stunden unterwegs war lohnt sich noch ein Besuch im Freibad, an dem man kurz vor der Stadt vorbeikommt.



Samstag, 20. August 2011

Durch das Remstal radeln

Von Schorndorf nach Lorch und zurück

Schorndorf als eine der schönsten Städte des Landes lohnt immer einen Besuch, deshalb sollte man hier auch den Tag ausklingen lassen. Schön ist es aber auch zu Anfang, wenn man sie am Samstag unternimmt: Dann ist hier auf dem Marktplatz Markt und auch dieser zählt zu den interessantesten. Das Leben quirlt, es wird alles angeboten, was das Land zu bieten hat, und in den umliegenden Cafés sitzen die Leute, die ihre Einkäufe bereits hinter sich haben.

Danach macht man sich auf den Weg. Ohne Höhenunterschiede radelt man entlang der Rems durch Urbach, dann durch Plüderhausen. Danach kommt man an einem prächtigen Badesee vorbei.

Weiter geht es nach Waldhausen und hoch über der Flussauenlandschaft nach Lorch. Nachdem man das Mörikedenkmal und verschiedene Fachwerkhäuser ausgiebig bewundert hat kann man entweder in die Bahn einsteigen oder zurück radeln.

Den Rückweg nimmt man der Abwechslung halber auf der Straße. Hierbei kommt man nach Waldhausen am dortigen Badesee vorbei - ähnlich einladend wie der Plüderhausener, der kurz darauf folgt. Danach folgt man in Plüderhausen wieder der Rems, zweigt aber nach den Sportplätzen rechts ab und folgt der Straße bis Urbach.

Dort hält man sich rechts und radelt am Fuß des Welzheimer Waldes erst hinauf, dann rasant hinab nach Haubersbronn. Entlang der Wieslauf und der Rems geht es zurück nach Schorndorf.

Insgesamt ist man gemütliche 4 Stunden unterwegs.

Dienstag, 16. August 2011

Gestütshof und Höllenlöcher

Vom Gestütshof St. Johann zu den Dettinger Höllenlöchern

Diese Wanderung hat zwei Attraktionen. Zum Einen die Pferde im Gestütshof St. Johann und im Fohlenhof, zum anderen die Höllenlöcher.

Start ist beim Gestütshof St. Johann. Von dort aus wandert man über die Verlorene Hütte zu den Höllenlöchern, dann weiter im Wald zum Fohlenhof und entlang einer prächtigen Lindenallee zurück zum Gestütshof.

Bei den Dettinger Höllenlöchern






























Auf beiden Seiten des Ermstales um Bad Urach findet man solche Höllenlöcher, bis zu dreißig Meter tiefe und wild anmutenden Schluchten. Hier krallen sich Bäume in den Stein, es ist feucht und glatt, dunkel und schattig. Man muss wie bei einem alpinen Klettersteig auf langen Eisenleitern hinabklettern, was eine spannende Angelegenheit ist, nicht nur für Kinder! Die Höllenlöcher sind bis zu hundert Meter lang; die von hohen, senkrechten Felswänden umgebenen Spalten klaffen bis zu dreißig Meter auseinander. Es handelt sich dabei um Abspaltungen von Felsen am Albtrauf. Die Löcher entstanden, weil einsickerndes Wasser den Kalk in den oberen Schichten des Weißjuragesteins ausgelaugt hat. Sie wurden durch Frosteinwirkung, aber auch durch das Nachgeben des weichen Mergeluntergrunds immer breiter, bis sich die Felsen vollends vom Albmassiv abspalteten und die Randklippen über den weicheren Mergelgrund seitlich abrutschten. Diese Felsen werden irgendwann einmal ins Tal stürzen, ein Vorgang, durch den die Alb im Laufe von Jahrmillionen immer kürzer werden wird. Für Kinder sind die romantischen Schluchten, in denen sich Bäume in die senkrechten Wände einkrallen und in die man z. T. hinabklettern kann, ein wahres Paradies. Man kann auf mehrere Meter langen Eisenleitern in die schaurigen Felsschluchten hinabsteigen, von denen schon Julius Wais schrieb: „…eine gewaltige Felskluft, eine Via Mala im Kleinen.“



Blick ins Ermstal mit Bad Urach

In den beiden Höfen sieht man prächtige Pferde.




Pferdekopf an der Wand des Fohlenhofes


Zurück wandert man unter einer prächtigen Lindenallee.


Uracher Wasserfall

Uracher Wasserfall

Der Uracher Wasserfall ist der größte und schönste Wasserfall der Schwäbischen Alb. Die Albhochfläche selbst ist als Kalkgebirge ohnehin wasserarm, und nur an ihrem Fuß findet man Quellen, Bäche und eben Wasserfälle.

Eine schöne kurze Wanderung führt vom Parkplatz Wasserfall bzw. der Station der Ermstalbahn aus zu ihm. Wer will, steigt hinauf zur Hochwiese, wo man auch einkehren kann.


Auf dem Weg zum Wasserfall wandert man am Brühlbach vorbei.





















Der Uracher Wasserfall gehört zu den „konstruktiven“ Wasserfällen. Konstruktiv deshalb, weil diese Wasserfälle ihre Fallkante nicht zerstören und so im Lauf der Zeit rückwärts schreiten, sondern weil sie sie immer weiter aufbauen, im Falle des Uracher Wasserfalls beispielsweise mehrere Meter. Sie können dies wegen der ständigen Kalkausscheidung des Wassers.































Das Einzugsgebiet des Uracher Wasserfalls ist rund zwanzig Quadratkilometer groß und erstreckt sich bis ins fünf Kilometer entfernte Würtingen. Das Wasser fließt auf einem Quellhorizont einer wasserundurchlässigen Lage des Mergels im Weißen Jura. Hier fließt der durchschnittlich etwa 3°C warme Brühlbach etwa 150 Meter über die Hochwiese, eine im Laufe der Zeit geschaffene Kalksinterterrasse, und stürzt dann rund 35 Meter in freiem Fall über eine selbstgeschaffene Kalktuffnase. Danach rieselt das Wasser noch rund fünfzig Meter kaskadenartig über Kalktuffpolster hinab ins Brühltal.




Kalksinter ist eine gräuliche Kalkabsonderung, die aus dem Wasser gebildet wird. Der Brockhaus schreibt, dass man Kalksinter insbesondere an Quellen findet und dass er ein durch das rasche Entweichen von Kohlensäure durch Erwärmung und Druckentlastung des CO2-haltigen Wassers ausgefällter Kalkstein ist. Die Absonderung entsteht also dadurch, dass Kalk als schwer löslicher kohlensaurer Kalk ausgeschieden wird, wenn das Wasser langsamer fließt, sich dabei erwärmt und Kohlendioxyd verliert. Bei der Wasserstaubbildung an der Kante und beim Aufprall des Wassers ist der Kohlendioxydverlust besonders hoch. Die Bildung der 250 Meter langen und 125 Meter breiten Terrasse oben am Uracher Wasserfall begann vor etwa 9000-7000 Jahren. Im Kalksinter werden tierische oder Pflanzenreste überkrustet, die sich dann langsam auflösen, dadurch und durch Schlamm und Sand ist die Masse porös und von Hohlräumen durchsetzt.
































Dieser Wasserfall sondert täglich über 160 Kilogramm Kalk ab, das sind sechzig Tonnen im Jahr. Interessant ist dabei, dass der Wasserfall immer kürzer wird ─ einfacher Grund: am Fuß des Wasserfalls wächst die abgelagerte Kalkmenge. Und während man früher die Fallhöhe mit 37 Metern angab, ist sie nach neuesten Berechnungen etwa zwei Meter kürzer. Die Schüttung der Quelle beträgt normalerweise bis zu zehn Liter pro Sekunde, bei der Schneeschmelze sogar bis zu tausend Liter.

Der Wasserfall schließt das Maisental zur Albhochfläche hin ab. Zum Maisental schrieb bereits 1831 die Oberamtsbeschreibung Urach: „Einwärts in das Gebirge teilt sich das Tal in zwei romantische Wiesengründe, den vorderen und den hinteren Brühl. … Diese stillen und abgeschiedenen Winkel verdienen wegen ihrer großartigen Natur, die selbst in der Schweiz Bewunderung erregen würde, besonders besucht zu werden.“






















Der Wasserfall befindet sich im Naturschutzgebiet Rutschen, dieses 322 Hektar große Schutzgebiet wurde 1983 als hundertstes Naturschutzgebiet des Regierungsbezirk;s Tübingen ausgewiesen.
Dieser Wasserfall sondert täglich über 160 Kilogramm Kalk ab, das sind sechzig Tonnen im Jahr. Interessant ist dabei, dass der Wasserfall immer kürzer wird ─ einfacher Grund: am Fuß des Wasserfalls wächst die abgelagerte Kalkmenge. Und während man früher die Fallhöhe mit 37 Metern angab, ist sie nach neuesten Berechnungen etwa zwei Meter kürzer. Die Schüttung der Quelle beträgt normalerweise bis zu zehn Liter pro Sekunde, bei der Schneeschmelze sogar bis zu tausend Liter.
Im Kiosk auf der Hochwiese kann man einkehren.



Blick zur Ruine Hohenurach





Samstag, 6. August 2011

Spaziergang

Um den Floriansberg





















Der Floriansberg bei Metzingen gehört zu den Erhebungen, von denen man eine weite Sicht ins Land hat. Von seinem Gipfel aus sieht man zum Jusiberg, dahinter zum Hohenneuffen und zur Teck, auf der anderen Seite nach Grafenberg und Metzingen.






















Ein schöner Spaziergang beginnt beim Waldparkplatz bei Grafenberg und führt um diesen Berg; ein Abstecher hinauf zum Gipfel. Im Wald kommen wir an einem der schönsten und interessantestn Arboretums des Landes vorbei.






















Als Besonderheit auf der Schwäbischen Alb: An den Hängen des Floriansberges finden wir außer Streuobstwiesen noch Weinberge.

Für den Spaziergang sind rund 2 Stunden zu rechnen.